Inhaltsverzeichnis
Eine Silberpunze ist ein eingeschlagener Stempel, der den Feingehalt angibt — bei Besteck auf der Rückseite von Griff oder Laffe, bei Schalen und Bechern am Bodenrand, bei Ketten am Verschluss. Die Zahl nennt den Silberanteil in Tausendsteln. 925 heißt: 92,5 Prozent Silber.
| Stempel | Silberanteil | Typisch für |
|---|---|---|
| 935 | 93,5 % | Höherwertige Silberware |
| 925 | 92,5 % | Sterlingsilber, internationaler Standard |
| 900 | 90,0 % | Auch Münzsilber |
| 835 | 83,5 % | Häufig bei Besteck und Gebrauchssilber |
| 830 | 83,0 % | Ältere deutsche Ware |
| 825 | 82,5 % | Vor allem erste Hälfte 20. Jahrhundert |
| 800 | 80,0 % | Mindestfeingehalt für Silbergerät |
| 80 / 90 / 100 / 120 | kein Feingehalt | Versilberung auf Besteck |
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Was ist eine Punze überhaupt?
Punze und Stempel meinen dasselbe. Der Begriff kommt vom Werkzeug: Eine Punze ist ein Stahlstift mit einem Zeichen an der Spitze, der mit einem Hammerschlag ins Metall getrieben wird. Was zurückbleibt, ist ein vertiefter Abdruck.
Das ist mehr als eine Begriffsklärung — es ist ein Prüfkriterium. Eine Feingehaltsangabe muss geprägt sein. Eine Gravur oder eine per Laser eingebrachte Zahl ist als Feingehaltsstempel nicht zulässig. Wenn die Zahl auf Ihrem Stück flach in der Oberfläche liegt statt in einer Vertiefung, stimmt etwas nicht.
Ein zweiter Punkt, der viele Fragen auf einmal erledigt: In Deutschland besteht keine Pflicht, Silber zu punzieren. Das Gesetz regelt, wie gestempelt werden darf, wenn gestempelt wird. Es verlangt die Stempelung nicht. Ein Stück ohne Punze ist deshalb nicht automatisch unecht — und ein Stück mit Punze nicht automatisch echt.
Halbmond und Krone: das deutsche Silberzeichen seit 1888
Seit dem 1. Januar 1888 gilt in Deutschland ein einheitliches System. Silber trägt die Mondsichel, Gold das Sonnenzeichen, dazu jeweils die Reichskrone. Bei Silber steht die Krone rechts neben dem Halbmond. Der Mindestfeingehalt für Silbergerät liegt bei 800.
Und jetzt der Teil, den auf Seite 1 der Suchergebnisse niemand sauber macht.
Das Zeichen steht nur auf Gerät — nie auf Schmuck
Das Gesetz unterscheidet drei Warengruppen: Gerät, Uhrgehäuse und Schmucksachen. Gerät sind alle Gegenstände aus Edelmetall, die weder Geld noch Schmuck sind: Besteck, Schalen, Becher, Leuchter, Teller, Kirchengerät. Nur diese Gruppe darf das amtliche Stempelzeichen tragen. Auf Schmucksachen aus Gold und Silber ist es ausdrücklich untersagt.
Für Sie heißt das zwei Dinge, und beide sparen Zeit:
Wer Halbmond und Krone an einer Kette sucht, sucht vergeblich. Auf Silberschmuck steht die Feingehaltszahl, gegebenenfalls ergänzt um ein Herstellerzeichen. Kein Halbmond, keine Krone. Das ist kein Mangel und kein Hinweis auf eine Fälschung, sondern die Rechtslage.
Wer das Zeichen am Erbstück findet, hat drei Informationen auf einmal. Halbmond mit Krone sagt: Es ist Silber. Es ist Gerät, kein Schmuck. Und es wurde aller Wahrscheinlichkeit nach nach 1888 gefertigt. Für jemanden mit einem Besteckkasten auf dem Küchentisch ist das der schnellste Einstieg überhaupt — drei Fragen beantwortet, bevor die Lupe überhaupt zum Einsatz kommt.
Kommt bei Gerät zur Feingehaltszahl noch das amtliche Zeichen, schreibt das Gesetz zusätzlich den Firmenstempel des Geschäfts vor, für das gestempelt wurde. Bei Besteck stehen also oft drei Zeichen nebeneinander: Zahl, Halbmond mit Krone, Herstellersignet.
Für Gold gilt dieselbe Systematik mit dem Sonnenzeichen. Wie das dort im Einzelnen aussieht, steht im Lexikon der Goldstempel und Punzen.
Buchstaben in Silberpunzen
Buchstaben fallen in zwei Kategorien, und der Unterschied entscheidet, ob Sie selbst weiterkommen oder nicht. Die einen sind standardisierte Abkürzungen, die sich direkt übersetzen lassen. Die anderen sind Hersteller- und Meisterzeichen, die ohne Vergleichsmaterial nicht aufzulösen sind.
Standardisierte Abkürzungen: direkt übersetzbar
| Kürzel | Bedeutung |
|---|---|
| STER, STERLING, SIL | Sterlingsilber, 925 |
| EPNS | Electro Plated Nickel Silver — versilbertes Neusilber, kein massives Silber |
| plated, silver plated, SP | Auflage, kein massives Silber |
| versilbert | Auflage |
| ALPACCA, ALPAKA, Neusilber | Kupfer-Nickel-Zink-Legierung, enthält kein Silber |
| Lot, lötig, Loth | Altes Feingehaltsmaß vor 1888, siehe unten |
Die Merkregel: Ein Wort neben der Zahl ist fast immer ein Warnsignal. „925″ allein ist massives Silber. Steht „plated“ daneben, bezeichnet die Zahl keinen Feingehalt, sondern eine Auflage — auch dann, wenn dort „925 plated“ steht. Diese Kombination kommt auf günstiger Ware durchaus vor und meint dann die Silberschicht, nicht das Stück.
Hersteller- und Meisterzeichen: nur am Objekt zu klären
Die zweite Kategorie sind Signets — das Zeichen einer Werkstatt, eines Meisters, einer Manufaktur. Zwei oder drei Initialen sind der häufigste Fall, oft in einem Oval, Rechteck oder einer Raute eingefasst.
Diese Zeichen lassen sich nicht ableiten, nur nachschlagen. Und das hat einen strukturellen Grund: In Deutschland ist das Punzieren nicht dem Goldschmiedehandwerk vorbehalten, und es gibt keine staatliche Registrierungspflicht für Herstellerzeichen. Dieselben Initialen wurden historisch von verschiedenen Betrieben geführt.
Zu den Buchstabenlisten, die im Netz kursieren, eine offene Anmerkung: Wir übernehmen sie nicht. Die meisten sind unbelegt, und eine falsche Markenzuordnung ist beim Verkauf teurer als gar keine. Wenn Ihr Stück Initialen trägt, ist das ein Grund, es ansehen zu lassen — kein Grund, eine Tabelle zu befragen.
Englische Datumsbuchstaben: das einzige System, das aufs Jahr genau datiert
Britisches Silber ist ein Sonderfall, und zwar ein erfreulicher. Die englische Punzierung ist mehrteilig und besteht in der Regel aus vier Einzelzeichen nebeneinander: dem Feingehaltszeichen (der schreitende Löwe für Sterling), der Stadtmarke, dem Meisterzeichen und einem Jahresbuchstaben.
Der Anker steht für Birmingham, der Leopardenkopf für London. Der Jahresbuchstabe wechselt jährlich, und mit ihm die Schriftart und die Form der Umrandung.
Das macht britisches Silber auf das Jahr genau datierbar — etwas, das bei deutscher Ware nicht geht. Wer ein englisches Stück erbt, kann bei sauber erhaltener Punzfolge das Herstellungsjahr bestimmen. Für Sammler ist das ein echter Unterschied, und bei der Bewertung schlägt es durch.
Zuerst brauchen Sie das Prüfamt. Denn vor 1975 führte jedes Amt seinen eigenen Buchstabenzyklus — ein „H“ aus London bezeichnet ein anderes Jahr als ein „H“ aus Birmingham. Ohne die Stadtmarke ist der Jahresbuchstabe wertlos.
| Stadtmarke | Prüfamt | Status |
|---|---|---|
| Leopardenkopf | London | Aktiv, ältestes Amt |
| Anker | Birmingham | Aktiv, seit 1773 |
| Krone, ab 1975 Yorkshire-Rose | Sheffield | Aktiv, seit 1773 |
| Burg | Edinburgh | Aktiv |
| Drei Weizengarben mit Schwert | Chester | 1962 geschlossen |
| — | Exeter, Glasgow, Newcastle, York, Dublin | Historisch, auf Antiquitäten |
Dazu das Feingehaltszeichen: der schreitende Löwe steht für Sterling mit 925, die sitzende Britannia für den höheren Standard mit 958.
So funktioniert der Zyklus. Jeder Durchlauf umfasst 25 Buchstaben, nicht 26 — Buchstaben, die einander im gewählten Schriftschnitt zu ähnlich sehen, werden weggelassen. Ist das Alphabet durch, beginnt ein neuer Zyklus mit anderer Schriftart, anderer Groß- oder Kleinschreibung und anderer Umrandungsform. Deshalb gilt: Nicht der Buchstabe allein datiert ein Stück, sondern Buchstabe plus Schriftbild plus Feldform.
Seit 1975 verwenden alle britischen Prüfämter denselben Jahresbuchstaben, und er wechselt am 1. Januar. Davor war es unübersichtlicher: In Birmingham wechselte der Buchstabe traditionell im Juli, in London im Mai.
Ein Punkt, der Fehlschlüsse verhindert: Seit Januar 1999 ist der Jahresbuchstabe in Großbritannien freiwillig. Fehlt er auf einem neueren Stück, ist das kein Mangel und kein Hinweis auf eine Fälschung — das Stück wurde trotzdem regulär geprüft. Verpflichtend sind heute das Zeichen des Prüfamts, die Feingehaltszahl und die Herstellermarke.
Für die konkrete Zuordnung Buchstabe zu Jahr führen die Prüfämter eigene Archive. Das Birmingham Assay Office hält jeden seit 1773 vergebenen Jahresbuchstaben vor. Das gedruckte Standardwerk ist Bradbury’s Book of Hallmarks.
Alpacca, Neusilber, versilbert: wenn kein Silber drin ist
Dieser Abschnitt enttäuscht regelmäßig, deshalb kommt er ohne Umschweife.
Alpacca und Neusilber enthalten kein Silber. Es sind Kupfer-Nickel-Zink-Legierungen. Der Name kommt vom Aussehen, nicht vom Material — silbrig glänzend, aber ohne Edelmetallanteil. Ein Besteck mit dem Stempel „ALPACCA“ hat keinen Materialwert im Sinne von Edelmetall.
Versilbertes Besteck ist etwas anderes. Hier sitzt eine echte Silberschicht auf einem Grundmetall. Die Zahlen, die Sie darauf finden — 80, 90, 100, 120 und höher —, geben an, wie viel Feinsilber für die Versilberung eines genormten Satzes Besteckteile aufgewendet wurde. Die Zahl ist also ein Maß für die Dicke der Auflage, nicht für den Feingehalt.
Wie viele Teile dieser Bezugssatz umfasst, wird in der Fachliteratur unterschiedlich angegeben. Am Prinzip ändert das nichts: Je höher die Zahl, desto stärker die Versilberung. Ein 120er Besteck ist massiver versilbert als ein 90er.
Bei versilbertem Besteck ist dieser Zahlenstempel ausdrücklich zulässig und kein Verstoß gegen das Feingehaltsgesetz — er gibt eben keinen Feingehalt an, sondern eine Auflagenmenge.
Und jetzt der Teil, den viele nicht erwarten: Versilbertes Besteck bekannter Manufakturen hat einen eigenen Markt. Der Wert entsteht dort über Machart, Muster und Hersteller — nicht über das Material. Ein vollständiges versilbertes Service in gutem Zustand kann mehr bringen als ein unvollständiges massives, dessen Teile nur nach Gewicht gerechnet werden. Wer versilbertes Besteck ungeprüft aussortiert, kann sich damit irren.
Wie sich der Wert eines versilberten Services zusammensetzt und wann er über dem Materialwert liegt, steht auf der Seite zum Silberbesteck verkaufen.
Alte Silberpunzen vor 1888
Vor der Reichsvereinheitlichung stempelten Länder und Städte nach eigenen Gepflogenheiten. Statt einer reichseinheitlichen Zahl finden sich Stadtmarken, Beschauzeichen und Meisterzeichen — häufig figürlich: ein Wappen, eine Stadtsilhouette, ein Tier. Für Berlin steht der Bär.
Die Zuordnung solcher Zeichen ist Sammlerwissen. Sie braucht gedruckte Nachschlagewerke und Vergleichsmaterial und lässt sich nicht am Foto klären. Sie lohnt sich, weil hier der eigentliche Auktionswert liegen kann: Ein Stück, das über seine Stadtmarke einer Werkstatt und einer Zeit zugeordnet werden kann, ist etwas völlig anderes als dasselbe Gewicht Bruchsilber.
Was ein Beschauzeichen ist
Die Stadtmarke heißt auch Beschauzeichen, und der zweite Name erklärt die Sache besser. Ein von Zunft oder Obrigkeit bestellter Beschaumeister prüfte den Feingehalt und setzte anschließend seinen Stempel als Nachweis. Das Zeichen zeigt meist das Stadtwappen, manchmal auch nur einen Buchstaben oder ein Symbol. Die älteste überlieferte Stempelvorschrift stammt aus Straßburg von 1363.
Eine Stadtmarke ist deshalb mehr als eine Herkunftsangabe: Sie garantiert einen Mindestfeingehalt. Der bekannteste Fall ist Augsburg. Dort steht der Pyr, die Zirbelnuss aus dem Stadtwappen, zugleich für 13 Lot — also 812,5 Tausendteile. Spezialisierte Fachhändler leiten daraus eine Echtheitsprobe ab: Auf einem echten Augsburger Stück steht neben dem Pyr keine zusätzliche „13″, weil die Zahl in der Marke bereits enthalten ist.
Drei deutsche Stadtmarken, die häufig auftauchen und gut dokumentiert sind:
| Stadt | Beschauzeichen |
|---|---|
| Augsburg | Pyr, die Zirbelnuss aus dem Stadtwappen. Steht für 13 Lot |
| München | Mönchskopf, im 15. Jahrhundert mit Kukulla und Zipfel |
| Berlin | Der Berliner Bär |
Manche Städte nahmen den Feingehalt direkt in die Marke auf. Bei Dresdner Zeichen findet sich mal die 13, mal die 12; die Würzburger Marke führt die 13.
Eine Einschränkung gehört dazu: Die Beschau wurde nicht überall und nicht zu allen Zeiten konsequent gehandhabt. Vielfach waren die Kontrollen lax, und Werkstätten schlugen ihre Stadtpunze schlicht selbst neben das eigene Meisterzeichen. Ein Beschauzeichen ist damit ein starker Hinweis, aber kein Beweis.
Wo Fachleute nachschlagen
Für die Zuordnung konkreter Stadt- und Meisterzeichen gibt es Verzeichnisse, und sie stehen nicht im Netz, sondern im Regal. Das grundlegende Handbuch ist Marc Rosenberg, „Der Goldschmiede Merkzeichen“, vier Bände in dritter Auflage, erschienen 1922 bis 1928 — Band 1 bis 3 zu den deutschen Städten, Band 4 zum Ausland. Es ist bis heute das wichtigste Nachschlagewerk, hat aber eine bekannte Schwäche: Ab etwa 1800 sinkt die Trefferquote deutlich.
Bei Symbolen, die in mehreren Stadtzeichen wiederkehren — Schlüssel und Adler etwa —, hilft Seling und Domdey-Knödler, „Europäische Stadtmarken, die Sie nicht verwechseln sollten“ von 1984. Für Augsburger Silber im Besonderen gilt Helmut Selings dreibändiges Werk zur Kunst der Augsburger Goldschmiede als Standard.
Das ist der ehrliche Stand: Ihr Stück lässt sich zuordnen — aber über Bücher und den Blick aufs Objekt, nicht über eine Tabelle im Internet.
Wenn dort nur „12″ oder „13″ steht: das Lot-System
Das ist der häufigste Grund für Ratlosigkeit bei Erbstücken — und die Auflösung ist einfach, sobald man sie kennt.
Bis 1887 wurde der Feingehalt von Silber in Deutschland nicht in Tausendsteln angegeben, sondern in Lot. Bezugsgröße war die Kölner Mark, die in 16 Lot geteilt wurde. 16 Lot entsprachen reinem Silber; jedes Lot war ein Sechzehntel. Zur feineren Abstufung wurde ein Lot noch einmal in 18 Grän unterteilt.
| Lotzahl | Feingehalt | Vorkommen |
|---|---|---|
| 16 Lot | 1000 | Feinsilber, für Gerät zu weich |
| 15 Lot | 937,5 | Selten, gehobene Auftragsarbeit |
| 14 Lot | 875 | Selten, gehobene Auftragsarbeit |
| 13 Lot | 812,5 | Häufig bei Gebrauchssilber |
| 12 Lot | 750 | Häufig bei Gebrauchssilber |
Wer auf einem alten Löffel eine schlichte „12″ oder „13″ liest, hält also keine beschädigte Punze in der Hand und keine Fantasiezahl, sondern eine Lotangabe. Übersetzt: 750 beziehungsweise 812,5 Tausendteile Silber.
Am 1. Januar 1888 wurde das Lot durch die Angabe in Tausendsteln abgelöst. In den Jahren davor überschneiden sich beide Systeme — auf Stücken aus dieser Übergangszeit finden sich sowohl Lotzahlen als auch schon die Zahlen 750 und 800.
Zwei weitere Hinweise für alte Ware. Nach Beobachtung des Fachhandels war im norddeutschen Raum eher 12-lötiges Silber verbreitet, im süddeutschen eher 13-lötiges — belastbar zuordnen lässt sich ein Stück darüber allein aber nicht. Und: Auf manchen alten Stücken findet sich eine feine Zickzacklinie, der sogenannte Tremulierstrich. Er entstand bei der amtlichen Feingehaltsprobe, als Späne zur Prüfung abgehoben wurden. Wo er sitzt, wurde das Stück behördlich geprüft. Als Datierungshilfe taugt er nicht, als Echtheitshinweis bei alter Ware durchaus.
Was bedeutet 875 bei Silber?
Diese Zahl taucht regelmäßig auf und passt in keine der gängigen deutschen Tabellen. Es gibt zwei Erklärungen, und beide führen zu altem oder ausländischem Silber.
Erstens: 875 ist die Entsprechung von 14 Lot. Deutsches Silber mit dieser Zahl kann also aus der Zeit nach der Umstellung stammen, aber einer älteren Legierungstradition folgen.
Zweitens: In Russland galt bis 1899 ein eigenes System. Silber wurde dort üblicherweise mit der Zahl „84″ gestempelt — das entspricht 875 Tausendteilen. Dazu trat gegen Ende des 19. Jahrhunderts ein Frauenkopf im Profil, der sogenannte Kokoschnik. Zum genauen Einführungsjahr kursieren unterschiedliche Angaben; gesichert ist, dass sich die Blickrichtung des Kopfes im Lauf der Zeit geändert hat und dieses Detail bei der Datierung hilft. Wer eine „84″ auf einem Stück findet, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit russisches Silber vor sich, keinen Feingehalt von 84 Tausendteilen.
Auch die Niederlande und die Schweiz haben 875 historisch verwendet. Die Zahl allein sagt also, wie viel Silber im Stück ist — nicht, woher es kommt.
Manufakturzeichen und Sammlerwert
Hier liegt der Grund, warum sich das Lesen der Punzen überhaupt lohnt.
Die Feingehaltszahl bestimmt den Materialwert. Sie ist eine Rechengröße: Gewicht mal Feingehalt mal Tageskurs. Bei Besteck kommt eine Besonderheit dazu — Messerklingen bestehen meist aus Stahl, sodass für den Silberwert nur der Griff zählt. Der Materialwert ist damit der Boden, unter den ein Stück nicht fällt.
Das Herstellerzeichen ist etwas anderes. Es kann den Materialwert um ein Vielfaches übersteigen, und bei Silber häufiger als bei Gold. Ein vollständiges Besteckservice einer bekannten Manufaktur in einem gesuchten Muster ist als Service gefragt — als Bruchsilber ist es nur Gewicht. Dass Menschen gezielt nach einzelnen Manufakturpunzen suchen, etwa nach den Zeichen von Christofle, zeigt, wie konkret dieser Markt ist.
Daraus folgt eine Konsequenz, die man kennen sollte, bevor man entscheidet: Wer zum reinen Materialwert verkauft, verzichtet auf diesen Aufschlag. Und beim Einschmelzen ist er endgültig weg — nicht verschoben, nicht später noch zu heben, sondern vernichtet. Aus einem signierten Service wird ein Barren, und der Barren bringt, was Silber eben bringt.
Deshalb lohnt es sich, ein Stück mit Initialen, Muster oder ungewöhnlicher Machart ansehen zu lassen, bevor es in den Ankauf geht. Nicht weil jedes Zeichen einen Aufschlag bedeutet — die meisten tun es nicht. Sondern weil sich der Unterschied nur in eine Richtung feststellen lässt.
Christofle: massives Silber oder versilbert?
Christofle ist die Manufakturpunze, nach der in Deutschland am gezieltesten gefragt wird — und die häufigste Frage dazu lautet, ob ein Stück nun massiv oder versilbert ist. Deshalb hier die belegten Grundzüge, als Lesehilfe und nicht als Wertaussage.
Die wichtigste Unterscheidung ist französisch, nicht firmenspezifisch. In Frankreich sitzt die Herstellermarke bei massivem Silber in einer Raute, bei versilberter Ware in einem Quadrat. Diese Regel gilt herstellerübergreifend und beantwortet die erste Frage, die sich bei einem Erbstück stellt, ohne dass man die Marke selbst deuten muss.
Dazu kommt das französische Staatszeichen: Der Minervakopf bürgt seit 1838 für massives Silber. Unterschieden werden zwei Stufen, und zwar nicht über die Größe, sondern über eine Ziffer und die Form der Umrandung. Der erste Titel trägt die Ziffer 1 in einem achteckigen Feld; er stand bis 1973 für 950 Tausendteile und steht seither für 925. Der zweite Titel trägt die Ziffer 2 unter dem Kinn in einem ovalen Feld und steht durchgehend für 800.
Die Firmenmarken haben sich mehrfach geändert. Zwei Fixpunkte sind gut belegt:
- 1832 wurde die erste Marke registriert: die Initialen CC für Charles Christofle, kombiniert mit einem Bajonett.
- 1935 wechselten die Initialen von CC zu OC für „Orfèvrerie Christofle“. Für versilberte Ware kam der Schachspringer hinzu — bis heute eines der bekanntesten Zeichen des Hauses.
Im 19. Jahrhundert tauchen außerdem eine Biene, Sterne und eine Waage in den Marken auf. Die Reihe Gallia trägt einen Hahn neben dem Schriftzug.
Und der Punkt, den viele nicht erwarten: Christofle ist historisch vor allem ein Hersteller versilberter Ware. Eine Christofle-Marke bedeutet deshalb nicht automatisch massives Silber — im Gegenteil, der versilberte Fall ist der häufigere. Ob Ihr Stück massiv ist, entscheidet die Form der Marke und ein zusätzliches Feingehaltszeichen, nicht der Name.
Das nimmt dem Fund nichts. Versilberte Ware dieses Hauses hat einen eigenen Markt, und der bemisst sich nach Muster, Vollständigkeit und Zustand — nicht nach Gewicht.
Silber oder versilbert: so gehen Sie vor
Vier Schritte, in dieser Reihenfolge.
1. Suchen Sie an der richtigen Stelle. Besteck: Rückseite von Griff oder Laffe. Schalen, Becher, Kannen: Bodenrand oder Unterseite. Leuchter: Fußrand. Ketten und Armbänder: Verschluss oder letztes Glied. Anhänger: Rückseite.
2. Nehmen Sie eine Lupe. Zehnfache Vergrößerung reicht in fast allen Fällen. Wichtiger als starke Vergrößerung ist seitlich einfallendes Licht — Punzen sind Vertiefungen, sie werden durch Schatten lesbar.
3. Lesen Sie in der Reihenfolge Zahl, Symbol, Buchstabe. Die Zahl gibt Ihnen Metall und Feingehalt, also die Grundlage. Symbole ordnen Warengruppe und Herkunft ein. Buchstaben führen zum Hersteller und sind der Teil, der am schwersten aufzulösen ist.
4. Bei Unleserlichkeit: nicht putzen. Der häufigste Fehler ist, mit Politur oder Schleifpaste nachzuhelfen. Damit tragen Sie Material ab und machen den Stempel endgültig unlesbar. Eine abgeriebene Punze ist ein Fall für die Prüfung am Objekt, nicht für die Reinigung.
Zwei Prüfungen, die Sie selbst machen können
Der Magnettest. Silber ist nicht magnetisch. Bleibt ein Stück an einem starken Magneten haften, sitzt im Kern Eisen oder Stahl — dann ist es allenfalls versilbert. Der Test schließt aus, er beweist nicht: Auch Messing und Kupfer sind unmagnetisch, und ein versilbertes Stück auf Messingkern besteht diesen Test problemlos. Bei Bestecken gilt außerdem die Einschränkung, dass Messerklingen ohnehin aus Stahl sind.
Das Anlaufverhalten. Silber läuft dunkel an, grau bis schwarz. Es wird nicht gelblich. Das ist der Unterschied zu Weißgold, bei dem sich mit der Zeit die Rhodiumschicht abnutzt und der leicht gelbliche Grundton durchscheint — mehr dazu im Ratgeber zu Weißgold-Stempeln. Bei versilberter Ware zeigt sich Abnutzung anders: An Kanten und Auflagepunkten scheint das Grundmetall durch, oft rötlich oder gelblich.
Kein Stempel vorhanden
Wenig — jedenfalls nichts Schlechtes. Die Punzierung ist in Deutschland freiwillig, und ein fehlender Stempel ist kein Beweis gegen Echtheit.
Die typischen Gründe:
- Ware vor 1888, entstanden vor der Vereinheitlichung.
- Umarbeitungen. Beim Kürzen einer Kette oder Ergänzen eines Services verschwindet die gestempelte Stelle mit.
- Abrieb. Ein Löffel, der Jahrzehnte in Gebrauch war, hat auf dem Griffrücken keine scharfen Kanten mehr. Die Punze ist dann nicht weg, nur nicht mehr lesbar.
- Politur. Wiederholtes kräftiges Polieren trägt genau das Material ab, in dem die Punze sitzt.
- Sehr filigrane Teile, bei denen ein Hammerschlag das Stück beschädigt hätte.
Umgekehrt gilt: Eine Punze ist eine Angabe mit Rechtsfolge — für ihre Richtigkeit haftet der Verkäufer —, aber sie ist keine amtliche Prüfung des einzelnen Stücks. Sie kann falsch sein.
Sicher klären lässt sich beides nur am Objekt. Magnettest und Sichtprüfung grenzen ein; die verbindliche Bestimmung von Feingehalt und Gewicht erfolgt im Fachhandel. Bei uns erfahren Sie das Ergebnis sofort, und die Einschätzung erfolgt ohne Verkaufszwang — passt Ihnen das Ergebnis nicht, nehmen Sie Ihr Stück wieder mit.
Lexikon-Übersicht: alle Zeichen auf einen Blick
Zahlen
| Stempel | Bedeutung |
|---|---|
| 999 | Feinsilber, für Gebrauchsgegenstände zu weich |
| 935 | Höherwertige Silberware |
| 925 | Sterlingsilber, internationaler Standard |
| 900 | Auch Münzsilber |
| 875 | 14 Lot, russisches „84″, ältere und ausländische Ware |
| 835 | Häufig bei Besteck und Gebrauchssilber |
| 830 | Ältere deutsche Ware |
| 825 | Vor allem erste Hälfte 20. Jahrhundert |
| 812,5 | Entspricht 13 Lot |
| 800 | Mindestfeingehalt für Silbergerät ab 1888 |
| 750 | Entspricht 12 Lot, vor 1888 |
| 84 | Russisches System bis 1899, entspricht 875 |
| 80 / 90 / 100 / 120 | Versilberung auf Besteck, kein Feingehalt |
| 12 / 13 / 14 / 15 / 16 | Lotzahlen vor 1888 |
Symbole und Kürzel
| Zeichen | Bedeutung |
|---|---|
| Halbmond + Reichskrone | Deutsches Silbergerät ab 1888, nie auf Schmuck |
| Sonne + Reichskrone | Deutsches Goldgerät ab 1888, nie auf Schmuck |
| Waage mit Zahl | Internationales Konventionszeichen, geprüfte Ware |
| Pyr, Zirbelnuss | Augsburg, steht zugleich für 13 Lot |
| Mönchskopf | München |
| Bär | Berlin |
| Stadtwappen, Tier, Silhouette | Deutsche Stadtmarke vor 1888 |
| Zickzacklinie | Tremulierstrich, amtliche Feingehaltsprobe |
| Schreitender Löwe | Großbritannien, Sterling 925 |
| Sitzende Britannia | Großbritannien, Britannia-Standard 958 |
| Leopardenkopf | Großbritannien, London |
| Anker | Großbritannien, Birmingham |
| Krone, ab 1975 Rose | Großbritannien, Sheffield |
| Burg | Großbritannien, Edinburgh |
| Jahresbuchstabe | Großbritannien, jahresgenaue Datierung. Seit 1999 freiwillig |
| Minervakopf mit Ziffer 1, achteckig | Frankreich, massives Silber. 950 bis 1973, seither 925 |
| Minervakopf mit Ziffer 2, oval | Frankreich, massives Silber, 800 |
| Raute um die Herstellermarke | Frankreich, massives Silber |
| Quadrat um die Herstellermarke | Frankreich, versilbert |
| Schachspringer | Christofle, versilberte Ware ab 1935 |
| Hahn mit Schriftzug Gallia | Christofle, Reihe Gallia |
| Dianakopf | Österreich-Ungarn, historisches Beschauzeichen |
| Kokoschnik | Russland, spätes 19. bis frühes 20. Jahrhundert |
| STER, STERLING | Sterlingsilber |
| EPNS, plated, versilbert | Auflage, kein massives Silber |
| ALPACCA, Neusilber | Enthält kein Silber |
Merksatz für den schnellen Griff: 800 bis 935 ist massives Silber. Zahlen zwischen 80 und 120 sind eine Versilberung. Zahlen zwischen 12 und 16 sind Lotangaben von vor 1888. Alles mit Wörtern statt Zahlen ist eine Auflage oder gar kein Silber.
Silberpunzen-Datenbanken und Nachschlagewerke: wo Fachleute suchen
Wer nach einer Silberpunzen-Datenbank sucht, sucht meistens nach der Auflösung eines konkreten Meisterzeichens. Diese Datenbanken gibt es — nur stehen sie überwiegend nicht im Netz, sondern im Regal. Eine vollständige Meisterzeichen-Datenbank ist dieses Lexikon nicht, und es soll auch keine sein. Für die Zuordnung konkreter Initialen, Stadtmarken und Jahresbuchstaben braucht es Verzeichnisse, Vergleichsmaterial und den Blick aufs Objekt — Rosenbergs vierbändiges Handbuch für deutsche Zeichen, die Archive der britischen Prüfämter für englische Jahresbuchstaben, Seling und Domdey-Knödler für Symbole, die in mehreren Stadtzeichen vorkommen.
Wir verzichten bewusst darauf, die Buchstabenlisten nachzuschreiben, die im Netz kursieren. Die meisten sind unbelegt, und selbst Rosenberg verliert ab etwa 1800 an Trefferquote. Eine Zuordnung, die auf einer falschen Liste beruht, kostet beim Verkauf mehr, als sie einbringt.
Was dieses Lexikon leistet, ist die Einordnung: welche Art von Zeichen Sie vor sich haben, was es grundsätzlich bedeutet und wo die Grenze verläuft, hinter der jemand das Stück in die Hand nehmen muss.
Häufige Fragen zu Silberpunzen
Was ist eine Silberpunze?
Eine Silberpunze ist ein eingeschlagener Stempel auf einem Silbergegenstand, der den Feingehalt angibt — also den Silberanteil in Tausendsteln. Neben der Zahl können weitere Zeichen stehen: das amtliche Zeichen bei Gerät, ein Herstellersignet, bei ausländischer Ware Stadt- oder Prüfmarken. Die Angabe muss geprägt sein; eine Gravur oder Lasermarkierung ist als Feingehaltsstempel nicht zulässig.
Welchen Stempel hat echtes Silber?
Massives Silber trägt in Deutschland eine Zahl zwischen 800 und 935, meist 800, 835 oder 925. Bei Gerät wie Besteck oder Schalen kommt seit 1888 das amtliche Zeichen dazu: Halbmond mit Reichskrone. Auf Silberschmuck steht dieses Zeichen nie — dort finden Sie nur die Feingehaltszahl und gegebenenfalls ein Herstellerzeichen.
Welche Punzen sind wertvoll?
Die Feingehaltszahl bestimmt den Materialwert. Wertvoller kann die Hersteller- oder Meisterpunze sein: Stammt ein Stück aus einer bekannten Manufaktur oder lässt es sich über eine Stadtmarke einer Werkstatt und Zeit zuordnen, kann der Sammlerwert den Materialwert deutlich übersteigen. Bei Silber ist dieser Abstand oft größer als bei Gold, weil der Materialwert niedriger liegt. Beim Einschmelzen geht dieser Aufschlag verloren.
Wie erkenne ich Silber ohne Stempel?
Ein fehlender Stempel ist kein Beweis gegen Echtheit — die Punzierung ist in Deutschland freiwillig. Als erste Eingrenzung dient der Magnettest: Silber ist nicht magnetisch, bleibt ein Stück am Magneten haften, sitzt im Kern Eisen oder Stahl. Der Test schließt allerdings nur aus; auch Messing ist unmagnetisch. Hinweise geben außerdem das Anlaufverhalten und durchscheinendes Grundmetall an Kanten. Verbindlich klären lässt sich der Feingehalt nur durch eine Prüfung im Fachhandel.
Was ist Alpacca-Silber?
Alpacca, auch Alpaka oder Neusilber genannt, ist eine Legierung aus Kupfer, Nickel und Zink. Sie enthält kein Silber. Der Name bezieht sich auf das silbrige Aussehen, nicht auf das Material. Ein Stück mit dem Stempel ALPACCA hat keinen Edelmetallwert — ein Sammler- oder Gebrauchswert kann bei guter Machart trotzdem bestehen.
Was bedeutet 875 bei Silber?
875 bedeutet 87,5 Prozent Silberanteil. Die Zahl entspricht 14 Lot im alten deutschen System und kommt außerdem bei russischem Silber vor, das bis 1899 üblicherweise mit „84″ gestempelt wurde — was denselben Feingehalt bezeichnet. Auch in den Niederlanden und der Schweiz wurde 875 historisch verwendet.
Wie datiere ich englisches Silber?
Über die Kombination aus Stadtmarke und Jahresbuchstabe. Zuerst bestimmen Sie das Prüfamt — Leopardenkopf für London, Anker für Birmingham, Krone beziehungsweise Rose für Sheffield, Burg für Edinburgh. Erst dann lässt sich der Jahresbuchstabe auflösen, denn vor 1975 führte jedes Amt einen eigenen Zyklus. Entscheidend sind außerdem Schriftbild und Feldform, weil derselbe Buchstabe in jedem Zyklus wiederkehrt. Die Prüfämter führen dazu eigene Archive. Seit 1999 ist der Jahresbuchstabe freiwillig; fehlt er auf neuerer Ware, ist das unbedenklich.
Ist Christofle immer massives Silber?
Nein. Bei der Frage „Christofle: Silber oder versilbert?“ lautet die Antwort in den meisten Fällen: versilbert. Das Haus ist historisch vor allem für versilberte Ware bekannt. Ob ein Stück massiv ist, verrät die Form der Herstellermarke: In Frankreich sitzt sie bei massivem Silber in einer Raute, bei versilberter Ware in einem Quadrat. Dazu kommt bei massivem Silber der Minervakopf als staatliches Garantiezeichen. Der Schachspringer, den Christofle seit 1935 verwendet, steht für versilberte Ware.
Was bedeutet der Stempel 90 auf Besteck?
Die 90 ist kein Feingehalt, sondern ein Maß für die Versilberung. Sie gibt an, wie viel Feinsilber für die Beschichtung eines genormten Satzes Besteckteile aufgewendet wurde. Je höher die Zahl, desto stärker die Auflage — 100 und 120 sind entsprechend massiver versilbert als 90. Unter der Silberschicht sitzt ein anderes Metall. Bei versilbertem Besteck ist dieser Zahlenstempel ausdrücklich zulässig.
Wenn Sie wissen wollen, was Ihr Silber wert ist
Sie haben die Punzen gelesen. Damit wissen Sie, welches Material vor Ihnen liegt — die Bewertung ist der nächste Schritt: Feingehalt prüfen, Gewicht ohne Klingen und Griffüllungen bestimmen, Muster und Herstellerzeichen einordnen, Vollständigkeit eines Services beurteilen.
Bei uns stehen Ihnen danach zwei Wege offen. Beim Direktankauf bekommen Sie sofort Geld, in der Regel zum Materialwert. Bei Stücken mit erkennbarer Manufaktur, gesuchtem Muster oder Sammlerinteresse kann die Versteigerung mehr bringen als das Material — welcher Weg in Ihrem Fall der bessere ist, sagen wir Ihnen vor der Entscheidung.
Größere Sammlungen und Nachlässe sehen wir auf Wunsch vor Ort in Stuttgart an — bei einem kompletten Besteckkasten oder einer Nachlassauflösung ist das der übliche Fall. Einzelne Stücke bringen Sie am einfachsten zu uns in die Seyfferstraße 103 in Stuttgart-West; ein Termin ist nicht zwingend, sorgt aber dafür, dass wir uns Zeit nehmen können.
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