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Werner Herzogs T-Shirt aus Fitzcarraldo. Isabella Adjanis Kleider aus Nosferatu. Die Kostüme aus Aguirre.
Wir haben sie alle versteigert.
Nicht Repliken. Nicht Reproduktionen. Die Stücke selbst — mit den Spuren, die der Amazonas, das Sauerland und vier Jahrzehnte Filmgeschichte hinterlassen haben.
Wenn Sie Requisiten für Theater, Film oder Fernsehen suchen, sind Sie hier richtig. Das Auktionshaus von Brühl in Stuttgart ist kein Requisitenfundus. Wir sind die Quelle davor — der Ort, an dem authentische Möbel, Lampen, Schmuck, Uhren, Gemälde und Alltagsgegenstände aus allen Epochen ankommen, bevor sie irgendwo anders landen. Aus Nachlässen. Aus Sammlungen. Aus Auflösungen, die wir täglich in ganz Süddeutschland abwickeln.
Was eine Requisite leistet
Eine Requisite ist mehr als ein Gegenstand auf der Bühne. Sie ist Beweismittel. Sie sagt dem Publikum innerhalb einer Sekunde: Diese Welt existiert. Oder eben nicht.
Der Begriff stammt vom lateinischen requisita — das, was erforderlich ist. Erforderlich nicht im Sinne von Dekoration, sondern im Sinne von Notwendigkeit. Eine Taschenuhr aus den 1920ern, die der Schauspieler in der Hand hält, trägt das Gewicht der Zeit, das ein 3D-gedrucktes Replikat nie haben wird. Das Publikum spürt den Unterschied, auch wenn es ihn nicht benennen kann. Erfahrene Regisseure wissen das. Schlechte Set Decorators ignorieren es.
In der Praxis unterscheidet man:
- Setrequisiten — was am Drehort gebraucht wird und ständig dort verfügbar bleibt.
- Außenrequisiten — was die Requisite spezifisch besorgt, oft schwer zu beschaffende Einzelstücke.
- Spielrequisiten — Gegenstände, mit denen die Schauspielerin direkt arbeitet (eine Pistole, ein Brief, ein Glas).
- Dekorationsrequisiten — was das Bild komplett macht, ohne aktiv bespielt zu werden.
Die heikelsten sind die Spielrequisiten. Eine falsche Lampe im Hintergrund verzeiht das Auge. Eine Taschenuhr, die der Schauspieler aufklappt — und die nach 1955 aussieht, obwohl die Szene 1923 spielt — zerstört die Illusion in genau dem Moment, in dem sie am wichtigsten ist.
Zwei Wege, an Requisiten zu kommen
Wer eine Theaterproduktion oder einen Film ausstattet, hat in Deutschland im Wesentlichen zwei Wege.
Der Fundus-Weg ist der bekannte: Adressen wie Studio Babelsberg in Potsdam, die FTA mit ihren Standorten in Berlin, Hamburg, Köln und München, oder regional in Stuttgart der Findus. Diese Häuser vermieten aus eigenen Beständen. Über eine Million Requisiten in Babelsberg, 200.000 bei der FTA — die Volumenargumente sind beeindruckend. Für die meisten Werbeproduktionen, Tagesserien und mittlere Theaterstücke ist das genau das richtige Modell.
Der Auktionshaus-Weg ist der weniger bekannte — und für eine bestimmte Art von Produktion der bessere. Auktionshäuser wie das von Brühl in Stuttgart sind Drehscheiben für authentische Originalstücke aus Privatbesitz. Was bei uns durchläuft, hat eine echte Geschichte: ein Jugendstil-Schreibtisch aus einer Stuttgarter Villa, Bauhaus-Leuchten aus einer Architektensammlung, eine Sammlung Märklin-Lokomotiven aus den Vierzigern, originaler Schmuck aus Familienbesitz. Diese Gegenstände sind nicht für den Drehbetrieb produziert worden. Sie sind das, was sie zu sein scheinen.
Wann das Auktionshaus die richtige Wahl ist
Nicht jede Produktion braucht das. Eine Sitcom, die in einer modernen Wohnung spielt? Fundus reicht. Ein Werbespot mit Studioaufbau? Fundus.
Aber:
Historienfilme und -serien. Wenn die Kamera nahe genug an einen Briefumschlag fährt, dass das Wasserzeichen erkennbar ist, brauchen Sie kein Set Dressing — Sie brauchen einen echten Brief aus der richtigen Dekade. Wir haben sie. Aus Nachlässen, aus Auflösungen alter Anwaltskanzleien, aus aufgelösten Privatbibliotheken.
Hero Props. Das ist die zentrale Requisite, die das Bild trägt — die Uhr, die der Vater seinem Sohn übergibt; das Schmuckstück, das die ganze Handlung in Bewegung setzt; die Pistole, die in Großaufnahme gezeigt wird. Hier rechtfertigt jede Produktion mit Anspruch den Mehraufwand für ein Original.
Hochwertige TV-Produktionen mit Wiederverwendungswert. Wer für eine zwölfteilige Serie ein Set ausstattet, für das Originalmöbel über mehrere Drehmonate gebraucht werden, fährt mit Kauf häufig günstiger als mit Miete — und behält am Ende einen Vermögenswert.
Theaterhäuser mit Bestandspflege. Staatstheater und freie Bühnen, die Ausstattungen über Jahre hinweg wiederverwenden, bauen mit Auktionserwerbungen einen eigenen, authentischen Bestand auf, der über Generationen trägt.
Werbeproduktionen für Premium-Marken. Eine Uhrenmarke, die sich in Wertegeschichte einkauft, dreht nicht vor 200-Euro-Stiltapeten. Sie dreht vor echten Möbeln aus der richtigen Zeit.
Was bei uns durchläuft — die Kategorien
Das Sortiment im Auktionsumlauf des Auktionshauses von Brühl deckt fast alle Epochen und Genres ab, die in deutschen Produktionen gefragt sind:
- Möbel und Einrichtung — vom Biedermeier-Sekretär über Gründerzeit-Vitrinen bis zu Bauhaus, Art Déco, Mid-Century und 70er-Jahre-Designklassikern.
- Lampen und Leuchten — Kronleuchter, Tischleuchten, Petroleumlampen, Industriedesign, Jugendstil-Plafonieren.
- Uhren — Taschenuhren, Armbanduhren, Standuhren, Wanduhren aus zwei Jahrhunderten.
- Schmuck — vom Trauerschmuck des 19. Jahrhunderts bis zum Goldschmuck der 80er.
- Gemälde, Drucke, Plakate — Originale, die an einer Setwand glaubwürdiger wirken als jedes museumsähnliche Reproduktionsposter.
- Porzellan, Silber, Glas — Tafelgeschirr ganzer Epochen, vollständige Services, einzelne Sammlerstücke.
- Münzen und Edelmetall — historisches Geld, das in der Hand des Schauspielers das richtige Gewicht hat.
- Modelleisenbahnen, Blechspielzeug, Militaria — für Kinderzimmer-Sets, Spielzeug, Sammler-Schauplätze.
- Bücher, Dokumente, Briefe — wenn die Kamera nah herangeht.
Was wir gerade nicht selbst im Lager haben, vermitteln wir. Täglich erreichen uns Anfragen von Menschen, die ihre Möbel verkaufen wollen — alleine dadurch sind wir oft die schnellste Quelle für sehr spezifische Stücke aus Privatbesitz im süddeutschen Raum.
Der wirtschaftliche Vorteil
Hier ist die Rechnung, die selten gemacht wird: Was Sie bei uns für eine Produktion kaufen, kann nach Drehende wieder eingeliefert und versteigert werden. In manchen Fällen — wenn die Provenienz „Kostüm aus XY, getragen in der Schlüsselszene“ dokumentiert ist — sogar mit Wertsteigerung. Filmgetragene Stücke haben einen eigenen Markt. Die Werner-Herzog-Auktion, die wir in der ehemaligen Kirche St. Stefan in Stuttgart-West durchgeführt haben, ist der Beweis: Sammler bezahlen für authentische Filmrequisiten substanzielle Summen.
Eine Miete im Fundus ist Geld, das fließt und nicht zurückkommt. Ein Kauf im Auktionshaus ist Kapital, das sich in einem Vermögenswert wandelt — der nach der Produktion wieder zu Geld werden kann.
Standort Stuttgart: Warum das für Süddeutschland zählt
Das Auktionshaus von Brühl steht in der Seyfferstraße 103 in Stuttgart-West. Für Produktionen aus dem süddeutschen Raum ist das logistisch kaum zu schlagen.
Die Filmakademie Baden-Württemberg sitzt in Ludwigsburg, zwölf Kilometer entfernt. Die MFG Filmförderung Baden-Württemberg fördert jährlich dutzende Projekte, die in der Region produzieren. Die Film Commission Region Stuttgart vermittelt Drehgenehmigungen für Stuttgart, den Bodensee, die Schwäbische Alb. Das Staatstheater Stuttgart, das Schauspiel Stuttgart, das Theaterhaus, das Junge Ensemble Stuttgart — die Theaterdichte in Baden-Württemberg ist hoch. Hinzu kommen die freien Szenen in Tübingen, Heidelberg, Mannheim und Karlsruhe.
Wer in Berlin oder Köln dreht und für eine Stuttgarter Szene Authentizität braucht, transportiert Möbel teuer durch die Republik. Wer in der Region produziert, fährt zu uns und sieht das Stück im Original an, bevor er entscheidet.
Wie eine Anfrage abläuft
Der Weg ist unkompliziert. Sie können den aktuellen Online-Katalog auf Lot-tissimo durchsehen oder direkt unseren eBay-Shop besuchen, in dem wir laufend geprüfte Einzelstücke einstellen. Was online nicht zu sehen ist, lagert oft im Haus oder ist in Anlieferung — eine Mail an info@vonbruehl.com mit Fotos der Referenz, der Epoche und dem ungefähren Budget reicht aus.
Wir schauen, was wir haben. Wir schauen, was wir bekommen können. Bei spezifischen Anfragen für Filmprojekte vermitteln wir auch direkt zwischen Verkäufer und Produktion, wenn das im Sinne aller Beteiligten ist.
Telefonisch erreichen Sie uns unter der 0711 / 953 387 04. Wer aus einer laufenden Produktion anruft, weiß: bei uns geht jemand ans Telefon, der weiß, wovon Sie reden.
Wenn Authentizität entscheidet
Eine Produktion entsteht aus tausend Einzelentscheidungen, die das Publikum nie bewusst registriert — die aber zusammen den Unterschied machen zwischen einem Film, dem man glaubt, und einem, an dem man emotional vorbeisitzt. Requisiten sind nicht das ganze Bild. Sie sind das, was an den Schlüsselstellen entweder hält oder nachgibt.
Wer Originale will, kommt früher oder später nicht am Auktionsmarkt vorbei. Im süddeutschen Raum ist das Auktionshaus von Brühl seit Jahren die Adresse — sowohl für die Kunsthistorikerin, die einen Erbschmuck schätzen lässt, als auch für den Set Decorator, der eine Standuhr aus der Wilhelminischen Zeit braucht.
Schicken Sie uns Ihre Anfrage. Sagen Sie uns, was Sie suchen. Wir machen uns für Sie auf die Suche.
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