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Wer Sachen aus einer Haushaltsauflösung kauft, hängt vom einzelnen Stück ab. Es gibt sechs Abnehmer, und jeder nimmt etwas anderes:
- Auktionshäuser nehmen Werthaltiges, für das Sammler bieten.
- Fachhändler und Ankäufer kaufen einzelne Objektgruppen wie Gold, Bücher oder Teppiche.
- Entrümpler mit Ankauf übernehmen verwertbare Massenware bei der Räumung.
- Privatkäufer über Kleinanzeigen und Flohmärkte kaufen Gebrauchsfähiges.
- Sozialkaufhäuser nehmen Brauchbares, meist ohne dafür zu bezahlen.
- Niemand will einen großen Teil des Hausrats haben.
Meist stellt sich die Frage unter Druck. Nach einem Todesfall, vor einem Umzug ins Pflegeheim oder bei einer gekündigten Wohnung müssen die Räume leer werden, und die Zeit reicht nie für alles. Dazu kommen zwei Sorgen: etwas Wertvolles wegzuwerfen und auf dem Rest sitzen zu bleiben.
Beide Sorgen werden kleiner, sobald Sie wissen, wer was nimmt. Welcher Weg zu welchem Stück passt, steht weiter unten. Vorweg eine Regel, die über den Erlös mehr entscheidet als jede Verhandlung: Erst einschätzen, dann räumen.
Wer kauft was: die sechs Abnehmer im Vergleich
Auf die Frage, wer Sachen aus einer Haushaltsauflösung kauft, gibt es keine einzelne Antwort. Die Abnehmer teilen sich die Arbeit. Jeder hat seinen Teil des Haushalts, seine Art zu zahlen und seinen Preis für Ihre Zeit.
1. Auktionshaus
Ein Auktionshaus nimmt, wofür Sammler bieten: Schmuck, Silber, Münzen, Uhren, Gemälde, Markenporzellan, Sammlungen, antike Bücher und Designmöbel. Dafür gibt es zwei Wege. Beim Ankauf zahlt das Haus einen festen Betrag und trägt selbst das Risiko. Bei der Auktion bieten Sammler gegeneinander, und Sie erhalten den Zuschlag abzüglich der vereinbarten Kosten.
Wir als Auktionshaus von Brühl in Stuttgart bieten beides an und nennen Ihnen beide Zahlen, bevor Sie sich entscheiden. Mehr dazu steht unter Nachlassankauf. Gebrauchshausrat und Serienmöbel nimmt ein Auktionshaus nicht, weil dafür niemand bietet.
2. Fachhändler und Ankäufer
Antiquitätenhändler, Goldankäufer, Scheideanstalten, Antiquariate und Teppichhändler kaufen gezielt und zahlen einen festen Preis. Sie verdienen an der Differenz zum späteren Wiederverkauf. Das ist legitim, Sie sollten nur wissen, was Sie bekommen: Beim Ankauf erhalten Sie den Preis eines Käufers, in der Auktion den Preis des Wettbewerbs. Bei Gold, das an die Scheideanstalt geht, zählt allein der Materialwert und nicht die Gestaltung.
Und wer kauft Trödel an, also Kleinkram ohne Einzelwert? Meist Trödler und An- und Verkaufsläden, die Kistenware für Flohmärkte suchen. Das geht schnell, bringt aber wenig.
3. Entrümpler mit Ankauf
Manche Räumungsfirmen kaufen Verwertbares an oder rechnen seinen Wert auf die Räumungskosten an. Der Vorteil ist echt: ein Termin, ein Ansprechpartner, am Ende eine leere Wohnung.
Die Logik dahinter sollten Sie kennen. Wer räumt und zugleich einschätzt, vereint zwei Rollen, die sich nicht gut vertragen, denn die Einschätzung bestimmt mit, was die Räumung am Ende kostet. Das ist kein Vorwurf, sondern der Grund, warum das Werthaltige vorher jemand gesehen haben sollte, der nicht räumt.
4. Privatkäufer über Kleinanzeigen
Funktionierende Alltagsdinge, gut erhaltene Möbel, Geräte, Werkzeug und Fahrräder finden über Kleinanzeigen und eBay ihre Käufer. Pro Stück bringt dieser Weg oft am meisten, weil kein Händler daran mitverdient. Sie bezahlen dafür mit Zeit: fotografieren, inserieren, Anfragen beantworten, Besichtigungen abwarten und die Abholung organisieren.
Flohmarktartikel wie Geschirr, Deko, Taschenbücher und Kleinkram verkaufen sich am besten auf einem Flohmarkt oder Hofflohmarkt. Dort ist an einem Tag viel weg, und der Versand entfällt. Dafür brauchen Sie einen Stand und ein freies Wochenende.
5. Sozialkaufhäuser, Secondhand, Spenden
Sozialkaufhäuser, Secondhand-Läden und Kleiderkammern, oft von Wohlfahrtsverbänden getragen, nehmen brauchbaren Hausrat, Kleidung, Geschirr und gut erhaltene Möbel an. Bezahlt wird dafür meist nichts, manche holen die Sachen ab. Rufen Sie vorher an, denn nicht alles wird angenommen. Dieser Weg passt, wenn Ihnen Zeit wichtiger ist als Erlös und Sie möchten, dass die Dinge weiter benutzt werden.
6. Niemand
Für einen großen Teil jedes Haushalts gibt es keinen Käufer: Serienmöbel, Schrankwände, Polstergarnituren, Gebrauchsgeschirr, alte Elektrogeräte und Belletristik der letzten fünfzig Jahre. Dafür gibt es keinen Markt, und oft ist der Wert sogar negativ, weil der Abtransport Geld kostet.
In genau diesem Rest werden aber regelmäßig einzelne Stücke übersehen. Das ist der Siegelring in der Nachttischschublade, das Silberbesteck im Karton hinter dem Weihnachtsgeschirr oder die Münzen in der Keksdose im Keller. Deshalb kommt die Räumung zuletzt. Warum, steht weiter unten.
Die sechs Abnehmer auf einen Blick
| Abnehmer | Nimmt | Sie erhalten | Ihr Aufwand |
|---|---|---|---|
| Auktionshaus | Schmuck, Silber, Münzen, Uhren, Kunst, Porzellan, Sammlungen, Designmöbel | Auktionserlös oder festen Ankaufspreis | gering |
| Fachhändler und Ankäufer | einzelne Objektgruppen, Trödel | festen Ankaufspreis | gering bis mittel |
| Entrümpler mit Ankauf | Verwertbares bei der Räumung | Ankaufspreis oder Anrechnung auf die Räumungskosten | gering |
| Privatkäufer | Gebrauchsfähiges, Flohmarktartikel | Preis pro Stück | hoch |
| Sozialkaufhäuser | Brauchbares | meist nichts | gering bis mittel |
| Niemand | Serienmöbel, Gebrauchshausrat | nichts, der Abtransport kostet | – |
Was bei einer Haushaltsauflösung wertvoll ist, und was nicht
Ein Stück ist nicht wertvoll, weil es alt ist. Es ist wertvoll, weil jemand es sucht und weil es selten ist. Diese Regel erklärt, warum ein Stuhl aus den Sechzigern Bieter findet und eine hundertjährige Kommode oft nicht.
In diesen Objektgruppen wird Wert am häufigsten übersehen:
- Silberbesteck mit Punzen. Es ist angelaufen, liegt im Karton und wird für Alltagsbesteck gehalten. Die Stempel auf der Rückseite der Griffe zeigen, ob es Silber ist. Mehr dazu unter Silberbesteck verkaufen.
- Goldschmuck und Altgold. Auch gerissene Ketten und einzelne Ohrringe zählen nach Material. Mehr dazu unter Goldankauf.
- Schmuck mit Steinen und Markenschmuck. Sein Wert kann über dem Materialwert liegen. Mehr dazu unter Schmuck-Ankauf.
- Münzen und Sammlungen. Sie stecken in Alben, Rollen oder Blechdosen. Mehr dazu unter Münzen-Ankauf.
- Mechanische Uhren. Das gilt auch für Taschenuhren und Uhren, die nicht mehr laufen. Mehr dazu unter Uhren-Ankauf.
- Gemälde und Grafik. Auf die Signatur kommt es an, auf die Rückseite und auf alte Galerieetiketten. Mehr dazu unter Gemälde verkaufen.
- Markenporzellan. Die Marke auf dem Boden entscheidet. Mehr dazu unter Porzellan verkaufen.
- Wein. Gut gelagerte Flaschen bekannter Weingüter aus dem Keller oder dem Vorratsraum haben einen eigenen Markt. Die richtigen Ansprechpartner dafür sind Weinhändler und spezialisierte Weinauktionen.
Umgekehrt halten viele die Familienbibel mit Goldschnitt, das Sammelgeschirr mit Goldrand und die Schrankwand aus Eiche rustikal für wertvoll. Ihr Markt ist klein oder gar nicht vorhanden. Ein Goldrand allein macht noch kein Markenporzellan, und ein schwerer Schrank ist noch keine Antiquität.
Wie Sie werthaltige Stücke selbst erkennen, bevor jemand anderes sie sieht, steht unter Nachlasswert ermitteln.
Möbel aus einer Haushaltsauflösung verkaufen
Zuerst die unbequeme Nachricht: Für die meisten Möbel aus einer Haushaltsauflösung gibt es keinen Markt. Die Schrankwand, die damals viel Geld gekostet hat, will heute kaum jemand geschenkt haben. Bei sperrigen Stücken ist der Wert sogar negativ, weil Abbau und Abtransport Geld kosten. Das liegt am Markt und ist kein Trick. Über den Wert, den das Möbel für Ihre Familie hatte, sagt es nichts.
Wer kauft Möbel aus einer Haushaltsauflösung dann überhaupt? Käufer gibt es für diese Ausnahmen:
- Möbel vor 1900. Biedermeier, Gründerzeit und handwerklich gefertigte Stücke in originalem Zustand.
- Designklassiker mit Herstellerkennzeichen. Stühle, Sessel und Leuchten, deren Hersteller sich belegen lässt.
- Mid-Century-Stücke. Teakmöbel und skandinavisches Design der 1950er- bis 1970er-Jahre.
- Massivholz in gutem Zustand. Es findet über Kleinanzeigen Käufer, wenn die Maße in heutige Wohnungen passen.
Für den Verkauf gibt es drei Wege, je nach Möbel. Antikes und Design gehen ans Auktionshaus, Gebrauchsfähiges verkaufen Sie über Kleinanzeigen. Der Rest kommt in die Räumung, zum Beispiel über Der Schmidt nimmt’s mit.
Für die Einschätzung genügen zwei Fotos: eines vom ganzen Möbel und eines vom Herstellerzeichen oder Etikett. Bei Stühlen und Sesseln sitzt es oft unter der Sitzfläche. Lösen Sie keine Etiketten ab und zerlegen Sie nichts, bevor jemand das Stück gesehen hat. Ein abgerissener Aufkleber kann der einzige Beleg für den Hersteller gewesen sein.
Bücher, Teppiche, Sammlungen: was Einzelgruppen brauchen
Bücher aus einer Haushaltsauflösung verkaufen
Viele Regalmeter bedeuten noch keinen Wert. Der Unterschied liegt zwischen Massenware auf der einen Seite und Erstausgaben, illustrierten Werken und Büchern vor 1900 auf der anderen. Ankauf-Apps, die per ISBN-Scan einen Preis nennen, helfen bei neueren Taschenbüchern. Bei den interessanten Büchern greifen sie nicht, denn die ISBN wurde erst 1970 als internationaler Standard eingeführt. Was davor gedruckt wurde, hat keine Nummer zum Scannen.
Mehr dazu steht unter Antike Bücher verkaufen. Im Raum Stuttgart sichten wir auch ganze Bibliotheken vor Ort.
Orientteppich verkaufen bei einer Haushaltsauflösung
Zuerst zählt eine Frage: handgeknüpft oder maschinell gefertigt? Drehen Sie den Teppich um. Bei einem handgeknüpften Teppich zeichnet sich das Muster auf der Rückseite deutlich ab, die Knoten sind einzeln zu erkennen, und die Fransen sind die Enden der Kettfäden, nicht angenäht. Handgeknüpfte Teppiche haben einen Markt, maschinell gefertigte kaum.
Danach zählen Herkunft, Zustand und Größe. Mehr dazu steht unter Teppich-Ankauf.
Sammlungen
Bei Briefmarken, Schallplatten, Modelleisenbahnen und Münzen liegt der Wert oft in der Vollständigkeit. Eine geschlossene Serie ist mehr als ihre Einzelteile, und eine Anlage mit Originalkartons ist mehr als eine Kiste loser Waggons. Reißen Sie nichts auseinander und verkaufen Sie nichts einzeln, bevor jemand die Sammlung als Ganzes gesehen hat.
Mehr dazu steht unter Schallplatten verkaufen und Modelleisenbahn verkaufen.
Was Entrümpler mit den Sachen machen, und warum die Reihenfolge zählt
Räumungsfirmen sortieren den Hausrat in drei Gruppen: Verwertbares, Spendbares und Entsorgung. Das Verwertbare verkaufen sie weiter oder rechnen es auf die Räumungskosten an. Das ist ihr Geschäft, und es ist legitim.
Der Haken liegt nicht beim Entrümpler, sondern in der Reihenfolge. Wer räumen lässt, bevor jemand mit Marktkenntnis hingesehen hat, verkauft das Werthaltige zum Räumungspreis. Das Silberbesteck ist dann nur noch ein Posten unter hundert anderen. Deshalb gilt:
Erst einschätzen, dann räumen.
Für die Räumung selbst arbeiten wir mit unserer Schwesterfirma Der Schmidt nimmt’s mit zusammen.
Die Reihenfolge in sieben Schritten
Die Frage „Wohin mit den Sachen?“ beantwortet sich fast von selbst, wenn die Reihenfolge stimmt. Wie Sie bei einer Haushaltsauflösung vorgehen, entscheidet über den Erlös mehr als die Wahl des Käufers.
- Klären, wer entscheidet. Wenn mehrere Personen erben, sollte vor jedem Verkauf feststehen, wer entscheiden darf. Das ist eine Rechtsfrage. Auskunft geben das Nachlassgericht oder eine Anwältin bzw. ein Anwalt für Erbrecht.
- Persönliches und Unterlagen sichern. Dazu gehören Dokumente, Fotos und Briefe, aber auch Rechnungen und Zertifikate zu einzelnen Objekten. Sie belegen Herkunft und Kaufpreis.
- Eine Liste anlegen. Gehen Sie Raum für Raum vor und machen Sie Fotos. Eine Vorlage für ein Nachlassverzeichnis hilft dabei.
- Nichts putzen, nichts trennen. Silber müssen Sie nicht polieren, angelaufenes Silber lässt sich genauso gut einschätzen. Münzen sollten Sie nicht reinigen, weil eine gereinigte Münze an Sammlerwert verlieren kann. Sammlungen bleiben zusammen, Etiketten bleiben dran.
- Werthaltiges einschätzen lassen, und bei größeren Stücken mehr als eine Meinung einholen. Ein seriöser Käufer hat mit Vergleichsangeboten kein Problem. Für den ersten Blick reicht die Foto-Einschätzung.
- Gebrauchsfähiges inserieren, Brauchbares spenden.
- Erst dann räumen lassen.
Wenn Sie nicht erben, sondern für einen Angehörigen räumen, der umzieht, finden Sie mehr unter Umzug ins Pflegeheim.
Hausrat selbst verkaufen: was es wirklich kostet
Über Kleinanzeigen bekommen Sie pro Stück oft mehr als bei jedem Ankäufer. Das Problem ist nicht der Preis, sondern die Menge. Ein Haushalt besteht nicht aus fünf Stücken, sondern aus Hunderten.
Rechnen Sie ehrlich, pro Stück: ein Foto, ein Text, die Suche nach Vergleichspreisen, zehn Nachrichten, zwei Termine, von denen einer platzt, und am Ende eine Abholung, bei der Sie beim Tragen helfen. Nehmen Sie das mal hundert. Wer Hausrat verkaufen will, zahlt nicht in Euro, sondern in Wochenenden. Und lassen Sie Besichtigungen in einer leeren Wohnung nicht allein laufen, sondern holen Sie jemanden dazu.
Bei fünf gut erhaltenen Möbeln lohnt sich der Aufwand. Bei einer ganzen Wohnung meist nicht. Wer bei einer Haushaltsauflösung verkaufen will, fährt mit einer einfachen Aufteilung am besten: die zehn besten Stücke einschätzen lassen, die zehn brauchbarsten inserieren, den Rest abgeben.
Transparenzhinweis: Wir sind ein Auktionshaus. Wir schätzen Objekte und haben zugleich ein Interesse daran, sie anschließend zu versteigern oder anzukaufen. Deshalb nennen wir Ihnen immer beide Zahlen — den erwartbaren Auktionserlös und unser Ankaufsangebot — und sagen Ihnen auch, wenn sich für ein Stück keiner der beiden Wege lohnt.
Was Sie von uns bekommen, ist eine Markteinschätzung und kein Gutachten. Wo ein förmliches Gutachten verlangt wird, führt der Weg über einen öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen. Ein Verzeichnis dieser Sachverständigen finden Sie unter svv.ihk.de.
Häufige Fragen
Was ist bei einer Haushaltsauflösung wertvoll?
Wertvoll ist, was Sammler suchen und was selten ist, nicht einfach das, was alt ist. Übersehen werden vor allem Silberbesteck mit Punzen, Gold- und Markenschmuck, Münzen, mechanische Uhren, Gemälde und Grafik, Markenporzellan, Bücher vor 1900, Designmöbel und vollständige Sammlungen. Serienmöbel, Schrankwände, Gebrauchsgeschirr und neuere Romane haben dagegen meist keinen Markt. Im Zweifel lohnt sich ein Foto an jemanden mit Marktkenntnis, bevor Sie etwas weggeben.
Wie verkauft man am besten Hausrat?
Am besten nach Gruppen und nicht alles auf einem Weg. Werthaltiges lassen Sie einschätzen und verkaufen es über ein Auktionshaus oder einen Fachhändler. Gebrauchsfähiges wie gut erhaltene Möbel, Geräte und Fahrräder inserieren Sie auf Kleinanzeigen oder bieten es auf dem Flohmarkt an. Brauchbares ohne Verkaufswert geben Sie an ein Sozialkaufhaus. Was dann noch übrig ist, holt eine Räumungsfirma ab. Entscheidend ist die Reihenfolge: erst einschätzen, dann räumen.
Kann man mit einer Haushaltsauflösung Geld verdienen?
Meist nicht. Bei den meisten Haushalten deckt der Erlös die Kosten der Räumung nicht, weil der größte Teil des Hausrats keinen Markt hat. Die Ausnahme sind einzelne werthaltige Stücke wie Schmuck, Silber, Münzen, Uhren oder Kunst, und die liegen oft nicht dort, wo man sie vermutet. Wer Hausrat verkaufen will, sollte deshalb zuerst diese Stücke finden und einschätzen lassen, bevor er Zeit in Kleinteile steckt.
Was machen Entrümpler mit den Sachen?
Sie sortieren den Hausrat in drei Gruppen: Verwertbares, Spendbares und Entsorgung. Das Verwertbare verkaufen sie weiter oder rechnen seinen Wert auf die Räumungskosten an. Brauchbares geht teilweise an soziale Einrichtungen, der Rest wird entsorgt. Das ist ihr Geschäft, und es ist legitim. Für Sie heißt das nur, dass jemand mit Marktkenntnis das Werthaltige vorher gesehen haben sollte. Sonst wird es Teil der Räumung.
Kauft ein Auktionshaus auch ganze Haushaltsauflösungen?
Nein. Ein Auktionshaus nimmt das Werthaltige, nicht den ganzen Haushalt: Schmuck, Silber, Münzen, Uhren, Kunst, Porzellan, Sammlungen und Designmöbel. Für Serienmöbel und Gebrauchshausrat gibt es keine Bieter. Den Rest übernimmt eine Räumungsfirma. Im Raum Stuttgart arbeiten wir dafür mit unserer Schwesterfirma Der Schmidt nimmt’s mit zusammen. So wird zuerst eingeschätzt, was Wert hat, und danach geräumt.
Was sollte ich vor der Haushaltsauflösung auf keinen Fall wegwerfen?
Werfen Sie keine Schmuckschatullen weg, auch wenn der Inhalt wertlos aussieht. Dasselbe gilt für Besteckkästen und einzelne Besteckteile, Münz- und Briefmarkenalben, Bilder ohne wertvollen Rahmen, Uhren (auch defekte), Kameras und Bücher vor 1900. Heben Sie außerdem alle Unterlagen zu Objekten auf, also Rechnungen und Zertifikate, und alles Persönliche wie Dokumente und Fotos. Was unscheinbar wirkt, ist nicht automatisch wertlos.
Schicken Sie uns Fotos, bevor Sie etwas weggeben
Schicken Sie uns ein Foto vom ganzen Objekt, eines vom Zeichen, Stempel oder der Signatur und dazu die Maße. Mehr brauchen wir für den ersten Blick nicht. Sie erhalten in der Regel innerhalb von 48 Stunden eine Rückmeldung mit beiden Zahlen, dem erwartbaren Auktionserlös und unserem Ankaufsangebot. Wenn ein Stück nichts hergibt, sagen wir Ihnen das auch. Dann wissen Sie, dass es in die Räumung kann.
Ob ein Termin vor Ort sinnvoll ist, besprechen wir anhand der Fotos. Im Umkreis von 100 km um Stuttgart können wir zu Ihnen kommen, auf Anfrage auch europaweit.
Auktionshaus von Brühl · Seyfferstraße 103 · 70193 Stuttgart-West
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