DM-Münzen Wert: Welche Stücke Silber enthalten – und welche nicht
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Ein Teil der 5- und 10-DM-Münzen besteht aus Silber, ein anderer nicht. Bei den silberhaltigen bestimmt das Feinsilbergewicht den Materialwert. Einige wenige Ausgaben sind darüber hinaus für Sammler interessant. Die Umlaufmünzen zu 1 und 2 DM enthalten kein Silber.
| Münze | Zeitraum | Material | Feinsilber je Stück |
|---|---|---|---|
| 10 DM Gedenkmünze | 1972–1997 | Silber 625 | 9,69 g |
| 10 DM Gedenkmünze | 1998–2001 | Silber 925 | 14,34 g |
| 5 DM Umlaufmünze („Silberadler“) | 1951–1974 | Silber 625 | 7,00 g |
| 5 DM Gedenkmünze | 1952–1979 | Silber 625 | 7,00 g |
| 5 DM Gedenkmünze | ab 1979/80 | Magnimat | kein Silber |
| 5 DM Umlaufmünze | ab 1975 | Magnimat | kein Silber |
| 2 DM, 1 DM und kleiner | alle | Kupfer-Nickel bzw. Magnimat | kein Silber |
| 1 DM Goldmünze | 2001 | Gold 999,9 | 12 g Feingold |
Dieses Nachschlagewerk nennt bewusst keine Preise. Was sich nie ändert – Feingehalt, Gewicht, Prägezeitraum –, steht hier. Was sich täglich ändert, steht in unserer Edelmetall-Preisliste.
Welche DM-Münzen enthalten überhaupt Silber?
Die Frage klingt einfach und ist es nicht, weil sich die Legierungen mehrfach geändert haben – und zwar immer aus demselben Grund: Sobald der Silberpreis stieg, wurde das Silber aus den Münzen genommen.
Drei Schnitte müssen Sie kennen.
1975 verschwand das Silber aus dem Umlauf. Die 5-DM-Kursmünze mit dem Bundesadler, im Volksmund „Silberadler“ oder „Heiermann“, war die letzte deutsche Umlaufmünze aus Silber. Am 1. August 1975 wurde sie durch ein Stück aus Magnimat mit Kupfer-Nickel-Deckschicht ersetzt. Der Grund war schlicht: Das enthaltene Silber war mehr wert als die aufgeprägten fünf Mark.
Um 1979 verschwand das Silber aus den 5-DM-Gedenkmünzen. Auslöser war dieselbe Mechanik, diesmal durch die Silberspekulation Ende der siebziger Jahre. Im Übergangsjahr 1979 erschienen Ausgaben in beiden Materialien, danach nur noch Magnimat.
1998 ging es beim Zehner in die andere Richtung. Der Feingehalt der 10-DM-Gedenkmünzen wurde von 625 auf 925 Tausendteile angehoben – von da an enthielten sie mehr Silber als vorher, nicht weniger.
Der Punkt, der die meisten Leser betrifft
Nach dem Wert von 1- und 2-DM-Münzen wird viel gesucht. Die ehrliche Antwort ist kurz: Diese Münzen enthalten kein Edelmetall. Sie bestehen aus unedlen Legierungen – Kupfer-Nickel, bei der Zweimark ab 1969 Magnimat –, und daran ändert auch ein hoher Silberpreis nichts.
Wertlos sind sie deshalb nicht ganz – die Deutsche Bundesbank tauscht D-Mark weiterhin unbefristet und gebührenfrei in Euro um, zum festgeschriebenen Kurs von 1,95583 DM je Euro.
Von dieser Umtauschgarantie ausgenommen ist eine einzige Münze: die 2-DM-Münze der ersten Ausgabe von 1951, im Sammlerjargon nach ihrem Motiv „Ähren“ genannt. Sie wurde bereits 1958 außer Kurs gesetzt und nimmt die Bundesbank bis heute nicht zurück.
Ausgerechnet dieses Stück ist damit ein gutes Beispiel für das, worum es auf dieser Seite geht: Es enthält kein Edelmetall, es lässt sich nicht umtauschen – und wird auf dem Münzmarkt trotzdem über seinem Nennwert gehandelt, weil ein Großteil der Auflage seinerzeit eingeschmolzen wurde. Wenn Sie eine Zweimark mit Ährenmotiv finden, legen Sie sie beiseite.
Ein Sammlerwert kann auch bei anderen Jahrgängen und Prägezeichen in Spitzenerhaltung bestehen, ist aber die Ausnahme und setzt einen Blick aufs Stück voraus.
Wer also eine Schachtel mit Kleingeld erbt, sollte die 5- und 10-DM-Stücke heraussuchen – und die Zweimark mit Ähren. Der Rest ist Umtauschgeld.
Die 10-DM-Münzen
Das Nominal wurde 1972 für die Olympischen Spiele eingeführt und danach fünfzehn Jahre lang nicht mehr verwendet. Ab 1987 kehrte es zurück und blieb bis 2001. Alle 10-DM-Gedenkmünzen enthalten Silber – das ist die gute Nachricht dieses Abschnitts.
Insgesamt erschienen 43 Ausgaben. 29 davon bestehen aus 625er Silber, die übrigen 14 aus Sterlingsilber mit 925 Tausendteilen.
| Zeitraum | Feingehalt | Raugewicht | Feinsilber | Durchmesser |
|---|---|---|---|---|
| 1972 (Olympia) | 625/1000 | 15,5 g | 9,69 g | 32,5 mm |
| 1987–1997 | 625/1000 | 15,5 g | 9,69 g | 32,5 mm |
| 1998–2001 | 925/1000 | 15,5 g | 14,34 g | 32,5 mm |
Das Raugewicht blieb über alle Jahrgänge gleich. Wenn Sie also zwei optisch identische Zehner nebeneinanderlegen, wiegen sie dasselbe – der eine enthält trotzdem knapp die Hälfte mehr Silber als der andere. Entscheidend ist allein das Prägejahr.
Die Grenze verläuft zwischen 1997 und 1998. Ein Zehner von 1997 hat 9,69 Gramm Feinsilber, einer von 1998 hat 14,34 Gramm. Das ist der wichtigste Satz dieses Abschnitts, und er lässt sich in zwei Sekunden am Prägejahr prüfen.
Alle 10-DM-Münzen tragen eine vertiefte Randschrift, die zum jeweiligen Motiv passt. Erschienen sind sie in den Prägequalitäten Stempelglanz und Spiegelglanz.
Olympia 1972: die meistgesuchte Ausgabe
Die Olympiamünzen sind die ersten Zehner überhaupt und zugleich die häufigsten. Der Bundestag beschloss ihre Prägung 1969, um damit den Ausbau der Wettkampfstätten mitzufinanzieren. Die Serie begann 1970 und endete im August 1972.
Sie umfasst fünf Motive. Das erste, die Strahlenspirale, erschien in zwei Fassungen: Die Umschrift der ersten Prägung lautete „Spiele der XX. Olympiade 1972 in Deutschland“. Der damalige IOC-Präsident legte Einspruch ein, weil Olympische Spiele nie an ein Land, sondern immer an eine Stadt vergeben werden. Die Münze wurde daraufhin mit der Umschrift „in München“ ein zweites Mal geprägt. Deshalb ist in manchen Quellen von fünf, in anderen von sechs Ausgaben die Rede – gemeint ist dasselbe.
Die Gesamtauflage lag bei 100 Millionen Stück. Das ist bis heute die höchste Auflage aller deutschen Gedenkmünzen, und sie erklärt, warum diese Münze fast in jedem Nachlass auftaucht. Für die Bewertung heißt das: Bei den Olympiazehnern ist der Silberwert in aller Regel der Wert. Wer hier auf einen Seltenheitsaufschlag hofft, wird meist enttäuscht – bei 100 Millionen Exemplaren ist nichts selten.
Die Ausnahme sind Stücke in Spiegelglanz und tadelloser Erhaltung, und die frühe Fassung mit der Umschrift „in Deutschland“.
Die 5-DM-Münzen
Hier ist die Lage unübersichtlicher als beim Zehner, weil es zwei völlig verschiedene Gruppen gibt, die sich äußerlich ähneln.
Der Silberadler: die Umlaufmünze
Das ist das Fünfmarkstück, mit dem tatsächlich bezahlt wurde. Geprägt wurde es 1951, dann von 1956 bis 1961 und von 1963 bis 1974.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Feingehalt | 625/1000 Silber, Rest Kupfer |
| Raugewicht | 11,2 g |
| Feinsilber | 7,0 g |
| Durchmesser | 29 mm |
| Randschrift | EINIGKEIT UND RECHT UND FREIHEIT |
| Gesamtauflage | rund 264,4 Millionen Stück |
Die Randschrift ist das schnellste Erkennungsmerkmal. Wer sie liest, hält Silber in der Hand.
Bei einer Gesamtauflage von über 264 Millionen Stück ist der Silberadler ein Massenstück – im Edelmetallhandel läuft er unter „Junk-Silber“, was nicht abwertend gemeint ist, sondern nur heißt: Der Wert steckt im Metall, nicht in der Seltenheit.
Eine Ausnahme gibt es. Der Jahrgang 1958 mit dem Münzzeichen J aus Hamburg wurde in einer Auflage von 60.000 Stück geprägt und liegt damit weit unter allen anderen Ausgaben. Gut erhaltene Exemplare erzielen entsprechende Sammlerpreise. Wenn Sie Silberadler sortieren, lohnt sich der Blick auf Jahrgang und Münzzeichen.
Die 5-DM-Gedenkmünzen
Die erste erschien 1952 zur Jahrhundertfeier des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg. Bis 1979 wurden sie aus 625er Silber geprägt, mit denselben technischen Daten wie der Silberadler: 11,2 Gramm Raugewicht, 7 Gramm Feinsilber, 29 Millimeter.
Ab 1979/1980 bestand das Nominal aus Magnimat und wog nur noch 10 Gramm. Diese Ausgaben enthalten kein Silber. Die Reihe endete 1986.
So unterscheiden Sie beide Gruppen: Prägejahr bis 1979 spricht für Silber, ab 1980 gegen Silber. Und das Gewicht trennt sie sauber – 11,2 Gramm sind Silber, 10 Gramm sind es nicht. Eine Küchenwaage mit Zehntelgramm-Anzeige reicht dafür aus.
Die frühen Ausgaben sind die Ausnahme von der Materialwert-Regel. Die ersten fünf Gedenkmünzen erschienen zwischen 1952 und 1957 in sehr geringen Auflagen und gelten als die gesuchtesten Sammlerstücke der D-Mark-Zeit. Ab Mitte der sechziger Jahre stiegen die Auflagen in die Millionen, und damit verschwand der Seltenheitsaufschlag.
Ein Warnhinweis dazu: Gerade weil die ersten fünf so gesucht sind, existieren von ihnen gesetzlich zulässige Nachahmungen. Für Sammler sind diese ohne Bedeutung. Wer eine der frühen Ausgaben zu finden glaubt, sollte sie ansehen lassen, bevor er sich freut oder ärgert.
Die 1-DM-Goldmünze von 2001
Diese Münze wird oft übersehen und regelmäßig verwechselt. Sie ist die einzige Goldmünze mit einem D-Mark-Nennwert und die erste deutsche Goldmünze seit dem Kaiserreich.
Zum Abschied von der D-Mark gab die Deutsche Bundesbank sie im Sommer 2001 heraus. Dafür musste eigens ein Gesetz geändert werden, weil das Münzrecht beim Bund lag und nicht bei der Bundesbank.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Feingehalt | 999,9/1000 Feingold |
| Gewicht | 12 g |
| Durchmesser | 23,5 mm |
| Dicke | 1,70 mm |
| Auflage | 1.000.000 Stück, je 200.000 aus A, D, F, G und J |
| Prägequalität | nur Stempelglanz |
Das Echtheitsmerkmal steht in der Umschrift. Die Goldmark trägt auf der Motivseite „Deutsche Bundesbank“ – nicht „Bundesrepublik Deutschland“ wie die gewöhnliche 1-DM-Umlaufmünze. Wer eine goldfarbene Mark findet, auf der „Bundesrepublik Deutschland“ steht, hat eine vergoldete Kupfer-Nickel-Münze vor sich. Das zweite Merkmal ist das Gewicht: 12 Gramm bei einer Münze von nur 23,5 Millimetern Durchmesser fühlt sich deutlich schwerer an, als es aussieht.
Zur Abgrenzung, weil die Begriffe sich ähneln: Die „Goldmark“ des Kaiserreichs bezeichnet die goldgedeckte Währung ab 1871 mit Kursmünzen aus 900er Gold. Mit der Abschiedsmünze von 2001 hat sie außer dem Namen nichts gemeinsam.
Welche DM-Münzen haben Sammlerwert?
Der Materialwert ist der Boden, unter den eine Münze nicht fällt. Er lässt sich ausrechnen: Feinsilbergewicht mal Tageskurs. Bei den allermeisten DM-Gedenkmünzen ist dieser Boden zugleich die Decke, weil sie in Millionenauflagen geprägt wurden.
Darüber hinaus entscheiden drei Dinge.
Die Auflagenhöhe. Sie ist eine historische Tatsache und ändert sich nie. 100 Millionen Olympiazehner sind 100 Millionen Olympiazehner. 60.000 Silberadler von 1958 J sind selten. Der Unterschied ist absolut, nicht Geschmackssache.
Der Erhaltungsgrad. Eine Münze aus dem Portemonnaie ist etwas anderes als dieselbe Münze, die vierzig Jahre in der Originalfolie lag. Bei Massenausgaben ist das oft der einzige verbliebene Hebel.
Die Prägequalität. Stempelglanz ist die normale Ausführung, Spiegelglanz die höhere. Bei manchen Ausgaben wurde Spiegelglanz nur in kleinen Stückzahlen geprägt – dort liegt der Unterschied zwischen einem Materialposten und einem Sammlerstück.
Dazu kommen bei einzelnen Ausgaben das Münzzeichen und der Jahrgang.
Und hier liegt der Grund, warum sich das Sortieren lohnt: Beim Einschmelzen ist dieser Unterschied endgültig weg. Aus einer Spiegelglanzmünze in Erstausgabe wird derselbe Klumpen Silber wie aus einem abgegriffenen Umlaufstück. Nicht verschoben, nicht später noch zu heben – vernichtet. Wer eine Kiste DM-Münzen komplett zum Silberpreis abgibt, gibt in aller Regel richtig ab. Aber eben in aller Regel, nicht immer.
20 Mark Deutsches Reich
Reichsgold ist der zweite große Fund in deutschen Nachlässen, und es funktioniert anders als die DM-Silbermünzen.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Feingehalt | 900/1000 Gold, entspricht 21,6 Karat |
| Raugewicht | 7,965 g |
| Feingold | 7,168 g |
| Durchmesser | 22,5 mm |
Der Kupferanteil gibt den Stücken ihren leicht rötlichen Ton – und macht sie unempfindlicher gegen Kratzer als modernes Feingold.
Die Wertseite ist bei allen gleich: Reichsadler, Nennwert, Umschrift „DEUTSCHES REICH“. Die Bildseite dagegen gestaltete jeder Bundesstaat selbst. Deshalb tragen 20-Mark-Stücke die Porträts ganz unterschiedlicher Landesherren, und deshalb ist der Prägeherr die interessanteste Angabe auf der Münze.
Der Punkt, auf den es ankommt: Bei Reichsgold liegt der Wert überwiegend im Goldgehalt, weshalb der Markt preistransparent ist. Häufige Jahrgänge aus großen Bundesstaaten – Preußen an erster Stelle – bewegen sich nahe am reinen Goldwert. Prägungen kleinerer Staaten, kurzer Regierungszeiten und seltener Jahrgänge liegen darüber, teils deutlich. Wer alles pauschal zum Goldpreis abgibt, verschenkt bei diesen Stücken den Aufschlag.
Meistens ist Reichsgold Anlagegold. Manchmal nicht. Den Unterschied sieht man am Stück, nicht an der Nennwertangabe.
Ein Hinweis zur Echtheit: Beim Ankauf werden 20-Mark-Stücke nicht nur auf Gewicht und Feingehalt geprüft, sondern auch numismatisch. Der Grund ist einfach: Gewicht und Feingehalt sagen nichts darüber aus, ob eine Münze tatsächlich aus der Zeit stammt, die auf ihr steht.
3 Mark Deutsches Reich 1913
Die meistgestellte Frage zu dieser Münze betrifft den Silbergehalt, deshalb zuerst die Zahlen.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Feingehalt | 900/1000 Silber |
| Raugewicht | 16,667 g |
| Feinsilber | 15,0 g |
| Durchmesser | 33 mm |
Zum Vergleich: Die 2-Mark-Stücke des Kaiserreichs bestehen aus demselben Silber, wiegen 11,111 Gramm und enthalten damit 10 Gramm Feinsilber.
Das Nominal ist jünger, als viele denken. Die alten Vereinstaler blieben nach der Reichsgründung zunächst kursfähig; erst 1907 wurden sie außer Kurs gesetzt und durch Münzen zu 3 Mark ersetzt.
Im Jahr 1913 erschienen gleich zwei Gedenkausgaben: eine zum hundertsten Jahrestag des Aufrufs „An mein Volk“ und der Befreiungskriege gegen Napoleon, mit Friedrich Wilhelm III. zu Pferd und der Umschrift „Der König rief und alle, alle kamen“ – und eine zum 25. Regierungsjubiläum Wilhelms II. Beide wurden in Auflagen von mehreren Millionen geprägt.
Für die Bewertung heißt das dasselbe wie beim Olympiazehner: Der Feinsilbergehalt ist die Grundlage. Alles darüber entscheidet die Erhaltung.
Was mache ich jetzt damit?
Vier Schritte, in dieser Reihenfolge.
1. Nicht reinigen. Das ist bei Sammlermünzen der teuerste Fehler überhaupt. Putzmittel, Politur und selbst vermeintlich sanfte Hausmittel greifen die Oberfläche an, nehmen der Münze die ursprüngliche Prägefrische und mindern den Erhaltungsgrad dauerhaft. Eine Patina lässt sich nicht zurückholen. Was Sie stattdessen tun können, steht in unserem Ratgeber zum Reinigen von Münzen – die Kurzfassung lautet: bei Sammlermünzen gar nichts.
2. Nach Nennwert und Jahrgang sortieren. Zehner zu Zehnern, Fünfer zu Fünfern, innerhalb der Gruppen nach Jahren. Damit erledigt sich die Silberfrage fast von selbst, weil die Schnitte an Jahreszahlen hängen.
3. Verpackungen und Zertifikate beilegen. Originalfolien, Kapseln, Blister, Numisblätter und Echtheitsbescheinigungen gehören dazu. Sie belegen die Erhaltung und sind bei Sammlerausgaben ein eigener Faktor.
4. Nichts vorab aussortieren. Der Griff in die Kiste, der die „unwichtigen“ Stücke entfernt, trifft erfahrungsgemäß gelegentlich das Falsche. Bringen Sie mit, was da ist.
Häufige Fragen
Was sind 10 DM-Münzen heute wert?
Das hängt am Prägejahr. Ausgaben von 1972 sowie 1987 bis 1997 enthalten 9,69 Gramm Feinsilber, Ausgaben von 1998 bis 2001 enthalten 14,34 Gramm. Der Materialwert ergibt sich aus diesem Feinsilbergewicht mal dem Tageskurs; die aktuellen Ankaufspreise stehen in unserer Edelmetall-Preisliste. Über den Materialwert hinaus zählen Erhaltungsgrad und Prägequalität. Bei Massenausgaben wie den Olympiamünzen von 1972 ist der Silberwert in aller Regel der Wert.
Wo kann ich alte 10 DM-Münzen verkaufen?
Es gibt drei übliche Wege. Scheideanstalten und Edelmetallhändler kaufen nach Materialwert an und schmelzen ein. Münzhändler und Sammlershops zahlen für gesuchte Ausgaben mehr, nehmen aber nicht alles. Auktionshäuser bewerten zusätzlich Erhaltung, Prägequalität und Vollständigkeit einer Sammlung und können einzelne Stücke versteigern. Welcher Weg der richtige ist, hängt davon ab, was in der Kiste liegt – bei reinem Massensilber endet die Geschichte beim Materialwert, bei frühen Ausgaben in guter Erhaltung nicht.
Wie viel ist eine 10 DM Olympia 1972 Münze wert?
Die Olympiamünzen bestehen aus 625er Silber und enthalten 9,69 Gramm Feinsilber. Da sie mit einer Gesamtauflage von 100 Millionen Stück die auflagenstärksten deutschen Gedenkmünzen sind, entspricht ihr Wert normalerweise dem Silberwert. Ein Aufschlag kommt nur bei tadelloser Erhaltung, bei Spiegelglanz-Ausführungen und bei der ersten Fassung der Strahlenspirale mit der Umschrift „in Deutschland“ in Betracht.
Welche DM-Münzen haben Sammlerwert?
Sammlerwert entsteht durch niedrige Auflage, hohen Erhaltungsgrad und höhere Prägequalität. Konkret sind das vor allem die ersten fünf 5-DM-Gedenkmünzen von 1952 bis 1957, der Silberadler des Jahrgangs 1958 mit Münzzeichen J sowie Ausgaben in Spiegelglanz aus Jahrgängen mit kleiner Auflage. Alle übrigen Gedenkmünzen wurden in Millionenauflagen geprägt; dort bestimmt der Silbergehalt den Wert. Beim Einschmelzen geht ein möglicher Sammleraufschlag unwiederbringlich verloren.
Sind 5-DM-Münzen aus Silber?
Nur die älteren. Die Umlaufmünze „Silberadler“ wurde von 1951 bis 1974 aus 625er Silber geprägt und enthält 7 Gramm Feinsilber; sie trägt die Randschrift „Einigkeit und Recht und Freiheit“. Ab 1975 bestand die Umlaufmünze aus Magnimat. Bei den Gedenkmünzen verlief der Schnitt später: Ausgaben bis 1979 sind aus 625er Silber, ab 1979/1980 aus Magnimat. Das Gewicht trennt beide Gruppen zuverlässig – 11,2 Gramm sind Silber, 10 Gramm nicht.
Sind 1- und 2-DM-Münzen etwas wert?
Sie enthalten kein Edelmetall, sondern bestehen aus unedlen Legierungen – Kupfer-Nickel, bei der Zweimark ab 1969 Magnimat. Ein Materialwert im Sinne von Silber oder Gold besteht also nicht. Umtauschen lassen sie sich weiterhin bei der Deutschen Bundesbank, unbefristet und gebührenfrei, zum festen Kurs von 1,95583 DM je Euro. Ausgenommen ist eine einzige Münze: die 2-DM-Münze der ersten Ausgabe von 1951 mit dem Ährenmotiv, die bereits 1958 außer Kurs gesetzt wurde. Sie nimmt die Bundesbank nicht zurück, wird auf dem Münzmarkt aber über ihrem Nennwert gehandelt, weil ein Großteil der Auflage eingeschmolzen wurde. Bei anderen Jahrgängen ist ein Sammlerwert möglich, aber die Ausnahme und an Münzzeichen und Spitzenerhaltung gebunden.
Was ist die 1-DM-Goldmünze von 2001 wert?
Die sogenannte Goldmark besteht aus 12 Gramm Feingold mit einem Feingehalt von 999,9/1000. Der Materialwert ergibt sich also aus 12 Gramm Gold zum Tageskurs. Da die Auflage auf eine Million Stück begrenzt war und die Münze nur in Stempelglanz erschien, kommt häufig ein Sammleraufschlag hinzu; Stücke mit bestimmten Münzzeichen werden stärker nachgefragt als andere. Wichtig für die Echtheit: Die Goldmark trägt die Umschrift „Deutsche Bundesbank“ und wiegt 12 Gramm – eine vergoldete Umlaufmünze trägt „Bundesrepublik Deutschland“ und ist deutlich leichter.
Ihre Münzen bewerten lassen
Sie wissen jetzt, welche Stücke Edelmetall enthalten und wie viel. Der nächste Schritt ist die Bewertung: Feingehalt und Gewicht prüfen, Jahrgänge und Münzzeichen erfassen, Erhaltungsgrad und Prägequalität einordnen.
Bei uns stehen Ihnen danach zwei Wege offen. Beim Direktankauf erhalten Sie sofort Geld, in der Regel zum Materialwert. Bei Ausgaben mit Sammlerinteresse kann die Versteigerung mehr bringen als das Metall – welcher Weg in Ihrem Fall der bessere ist, sagen wir Ihnen vor der Entscheidung. Wie der Ankauf abläuft, steht auf unserer Seite zum Münzankauf.
Größere Sammlungen und Nachlässe sehen wir auf Wunsch vor Ort in Stuttgart an. Einzelne Stücke bringen Sie am einfachsten zu uns in die Seyfferstraße 103 in Stuttgart-West; ein Termin ist nicht zwingend, sorgt aber dafür, dass wir uns Zeit nehmen können.
Die Einschätzung erfolgt ohne Verkaufszwang – passt Ihnen das Ergebnis nicht, nehmen Sie Ihre Münzen wieder mit.
