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Allgemein

Karl May Bücher Wert: Welche Ausgaben wertvoll sind und welche nicht

Inhaltsverzeichnis

Die meisten Karl-May-Bücher im Regal sind Nachkriegsbände aus Bamberg, in riesigen Auflagen gedruckt und bis heute lieferbar, und bringen deshalb wenig. Wertvoll sind die frühen Ausgaben des Freiburger Verlags Friedrich Ernst Fehsenfeld; bei Radebeuler Vorkriegsbänden und den Stuttgarter Union-Ausgaben entscheiden Auflage und Zustand. Beim Wert von Karl-May-Büchern zählt also nicht, wie alt ein Band aussieht, sondern was auf seinem Titelblatt steht.

Vielleicht stehen die grünen Rücken gerade vor Ihnen, zwanzig, vierzig oder siebzig Stück, aus der Wohnung der Eltern oder aus der eigenen Jugend. Die Hoffnung auf einen Schatz ist verständlich, denn einige Ausgaben sind tatsächlich gesucht. Die meisten sind es nicht. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie in wenigen Minuten am Regal bestimmen, welche Ausgabe Sie besitzen, warum ein Nachdruck aus den 1980er-Jahren so viele Besitzer täuscht und wohin welche Ausgabe gehört.

Welche Karl-May-Bücher sind wertvoll?

Karl May lebte von 1842 bis 1912 und gehört zu den meistgelesenen deutschsprachigen Autoren. Das Karl-May-Museum in Radebeul beziffert die weltweite Gesamtauflage seiner Abenteuererzählungen auf rund 200 Millionen, nach gängigen Schätzungen etwa die Hälfte davon in Deutschland. Für Verkäufer ist genau das der Haken: Was so oft gedruckt wurde, ist nicht knapp. Knapp war Karl May nur am Anfang. Der Wert Ihres Bandes hängt deshalb davon ab, in welcher Verlagsphase er entstanden ist.

Freiburg im Breisgau: die Originale. Ab 1892 erschien bei Friedrich Ernst Fehsenfeld die erste Werkausgabe, zuerst als „Carl May’s Gesammelte Reiseromane“, ab Band 18 („Im Lande des Mahdi III“) als „Karl May’s gesammelte Reiseerzählungen“. Bis 1910 kamen 33 Bände heraus, darunter der Orientzyklus (Bände 1 bis 6) und die Winnetou-Trilogie (Bände 7 bis 9). Fehsenfeld legte die Bände immer wieder neu auf und verkaufte sie in mehreren Ausstattungen: grüne Bände im Kleinoktavformat mit goldenen Arabesken auf dem Rücken und aufgeklebtem farbigem Titelbild, verschiedene Lederausgaben, Bände mit den symbolistischen Deckelbildern von Sascha Schneider und Lieferungen zum Selberbinden. Ab 1907 folgten „Karl May’s Illustrierte Reiseerzählungen“ im größeren Großoktavformat, durchgehend illustriert und bis 1912 fortgeführt. In der Fachliteratur heißt die Reihe „Freiburger Ausgabe“. Eine Übersicht aller 33 Bände bietet das Karl-May-Wiki.

Stuttgart: die Jugenderzählungen. Parallel erschienen Mays Jugenderzählungen, darunter „Der Schatz im Silbersee“, als Einzelbände bei der Union Deutsche Verlagsgesellschaft in Stuttgart. Sie sind ein eigener Fall, den wir weiter unten erklären.

Radebeul bei Dresden: der Karl-May-Verlag vor dem Krieg. Am 1. Juli 1913 wurde in Radebeul der „Verlag der Karl-May-Stiftung Fehsenfeld & Co.“ gegründet, ab 1915 hieß er „Karl-May-Verlag“. Die Reihe trug nun den Titel „Karl May’s Gesammelte Werke“. Ab Band 35 kamen Werke aus anderen Verlagen hinzu, viele Bände wurden überarbeitet und erhielten neue Titel. Ob ein Radebeuler Band gesucht ist, hängt an Auflage und Zustand.

Bamberg: die Massenware. Nach dem Zweiten Weltkrieg erschienen die „Gesammelten Werke“ aus Bamberg, die Texte wurden komplett bearbeitet. Der Karl-May-Verlag sitzt heute in Bamberg und Radebeul und verlegt die grün-goldene Reihe bis heute. Wie groß diese Auflagen waren, steht im Buch selbst: Ein Bamberger „Winnetou I“ von 1951 trägt die Angabe „1474. Tausend“. Beim Druck dieses Exemplars lagen von dem einen Titel also schon mehr als 1,4 Millionen Stück vor.

Verlag und Ort (Titelblatt)ZeitraumReihentitelEinordnung
Friedrich Ernst Fehsenfeld, Freiburg i. Br.1892 bis 1913Gesammelte Reiseromane / Gesammelte Reiseerzählungen; Illustrierte Reiseerzählungendie gesuchten Originale
Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgartab den 1890er-JahrenEinzelbände der Jugenderzählungenje nach Auflage und Zustand
Karl-May-Verlag, Radebeul bei Dresdenab 1913Gesammelte Werkeje nach Auflage und Zustand
Karl-May-Verlag, Bambergnach 1945Gesammelte WerkeMassenware, bis heute lieferbar

Der grüne Einband: Warum er allein nichts sagt

Der häufigste Irrtum beginnt beim ersten Blick ins Regal. Fehsenfeld wählte 1892 einen grün-goldenen Einband, und dieser Einband wurde zum Markenzeichen. Er hat sich seitdem kaum verändert. Ein grüner Band mit Goldprägung kann deshalb von 1895 stammen oder von 1975.

Auch das farbige Bild auf dem Vorderdeckel hilft nicht weiter. Schon die Freiburger Bände trugen aufgeklebte farbige Titelbilder, und die Bamberger Reihen der Nachkriegszeit kamen ebenfalls in grünem Leinen mit montiertem farbigem Deckelbild. Gleiches Grün, gleiches Gold, gleiches Prinzip beim Bild. Der Verlag wollte, dass jeder nachgekaufte Band zum Rest der Reihe passt. Das war gutes Marketing und ist eine schlechte Nachricht für alle, die den Wert am Einband ablesen möchten.

Gebrauchsspuren verstärken die Täuschung. Ein oft gelesener Bamberger Band aus Kindertagen wirkt älter als ein geschonter Freiburger. Ob Karl-May-Bücher mit grünem Einband etwas wert sind, entscheidet deshalb nicht die Farbe, sondern der Verlagsort auf dem Titelblatt.

Karl-May-Bücher von 1952 und andere Nachkriegsbände

Steht in Ihrem Band 1952, 1951 oder ein anderes Jahr aus den 1950er-Jahren, haben Sie einen Bamberger Nachkriegsband vor sich. In diesen Jahren nennen Titelblatt oder Rücken mitunter nicht „Karl-May-Verlag“, sondern etwa „Karl-May-Bücherei“ oder einen anderen Bamberger Verlagsnamen. Gemeint ist dieselbe Nachkriegsreihe.

Diese Bände wirken alt, weil sie über siebzig Jahre hinter sich haben. Selten sind sie nicht. Antiquariate bieten komplette Bamberger Reihen regelmäßig an, zum Beispiel 80 Bände in grünem Originalleinen mit montiertem farbigem Deckelbild aus der Zeit zwischen etwa 1955 und 1985. Die Tausender-Angaben der bekannten Titel reichen schon Anfang der 1950er-Jahre weit über die Millionengrenze. Dasselbe gilt für spätere Ausgaben anderer Verlage, von der DDR-Ausgabe des Verlags Neues Leben bis zum Buchgemeinschaftsband.

Für Leser haben diese Bücher ihren Wert, für Kinder und Enkel oft den größten. Im Handel bringen sie wenig.

So bestimmen Sie Ihre Ausgabe

Sie brauchen dafür weder Lupe noch Fachbuch, nur den Band und gutes Licht. Nehmen Sie ein Buch aus der Reihe, am besten Band 1 oder einen Winnetou-Band, und gehen Sie diese Schritte durch.

  1. Das Titelblatt aufschlagen, nicht den Rücken lesen. Suchen Sie unten auf dem Titelblatt den Verlagsort. Vier Angaben sind entscheidend: „Freiburg i. Br.“ (Fehsenfeld), „Stuttgart, Berlin, Leipzig“ (Union), „Radebeul bei Dresden“ (Karl-May-Verlag vor dem Krieg) oder „Bamberg“ (Nachkriegsbände). Blättern Sie auch eine Seite vor und zurück, denn ein Nachdruck kann das alte Titelblatt getreu wiedergeben und seinen tatsächlichen Verlag auf einer zusätzlichen Seite nennen.
  2. Den Reihentitel prüfen. „Gesammelte Reiseromane“ oder „Gesammelte Reiseerzählungen“ verweisen auf Fehsenfeld, „Gesammelte Werke“ auf den Karl-May-Verlag. Vorsicht bei ähnlich klingenden Reihen: Buchgemeinschaften brachten Karl May zum Beispiel als „Karl Mays Illustrierte Werke“ heraus, teils mit Stuttgart als Ort. Mit Fehsenfelds „Illustrierten Reiseerzählungen“ oder den Union-Bänden hat das nichts zu tun.
  3. Nach Tausender-Angabe und ISBN schauen. Viele Bände nennen, zum wievielten Tausend das Exemplar gehört, etwa „16.–20. Tausend“. Diese Angabe gibt es in Freiburger, Radebeuler und Bamberger Bänden; sie verrät also nur zusammen mit dem Verlagsort etwas. Eine niedrige Zahl unter Freiburg deutet auf eine frühe Auflage, eine drei- oder vierstellige Tausenderzahl unter Bamberg auf Massenauflage. Steht im Buch eine ISBN, ist die Sache entschieden: Eine ISBN tragen nur Bücher ab den 1970er-Jahren, Ihr Band ist also sicher kein früher.
  4. Den Bandtitel vergleichen. Viele Bände heißen in den heutigen „Gesammelten Werken“ anders als bei Fehsenfeld. Trägt Ihr Band einen der späteren Titel, ist er sicher keine Freiburger Ausgabe. Der Umkehrschluss gilt nicht: Band 1 hieß nur in den ersten drei Fehsenfeld-Auflagen „Durch Wüste und Harem“, ab der vierten Auflage 1895 (16.–20. Tausend) „Durch die Wüste“. Der alte Titel taucht aber auch in späteren Ausgaben anderer Verlage wieder auf, etwa beim DDR-Verlag Neues Leben. Ein alter Titel zählt also nur zusammen mit Freiburg auf dem Titelblatt.
BandTitel bei FehsenfeldTitel in den heutigen Gesammelten Werken
10Orangen und DattelnSand des Verderbens
16Im Lande des Mahdi IMenschenjäger
19Old Surehand IIIKapitän Kaiman
20Satan und Ischariot IDie Felsenburg
33Winnetou IVWinnetous Erben
  1. „Erstausgabe“ im Impressum richtig lesen. Neuere Bände des Karl-May-Verlags nennen häufig die Textfassung und das Jahr der Erstausgabe, zum Beispiel „Erstausgabe 1892 unter dem Titel ‚Durch Wüste und Harem'“. Das beschreibt die Geschichte des Textes, nicht Ihr Exemplar. Wer diesen Vermerk falsch liest, hält einen Band aus den 2000er-Jahren für eine Erstausgabe.
  2. Die Falle auf dem Buchrücken kennen. Auf Radebeuler Bänden steht auf dem Rücken teils „Karl-May-Verlag Fehsenfeld & Co.“, auf dem Titelblatt dagegen „Karl-May-Verlag“ mit dem Verlagsort Radebeul bei Dresden. Ein „Fehsenfeld“ auf dem Rücken ist also kein Beleg für eine Freiburger Ausgabe. Das Titelblatt entscheidet, nie der Rücken.

Zum Vergleichen hilft die Sammlung der Karl-May-Gesellschaft: Sie stellt die Erstausgaben aller 33 Freiburger Bände als digitale Reprints online. Dort sehen Sie, wie das Original aufgebaut ist.

Wenn Sie nach diesen Schritten Freiburg, Stuttgart oder Radebeul auf dem Titelblatt lesen, lohnt sich ein zweiter Blick von Fachleuten. Schicken Sie uns Fotos von Titelblatt, Buchrücken und Deckelbild.

Vorsicht Reprint: die „Freiburger Erstausgaben“

Kein Karl-May-Band täuscht so viele Besitzer wie dieser. Zwischen 1982 und 1984 brachte der Karl-May-Verlag die Erstauflagen aller 33 Fehsenfeld-Bände als Reprintreihe heraus, unter dem Namen „Freiburger Erstausgaben“ und herausgegeben von Roland Schmid. Einzelne Bände sind beim Verlag bis heute erhältlich. Der Reihenname allein enthält schon beide Wörter, auf die Verkäufer hoffen: Freiburg und Erstausgabe.

Den Reprint gab es in mehreren Ausstattungen: dunkles Halbleder in 400 nummerierten Reihen, helles Halbleder, Kunsthalbleder (Skivertex), ab 1991 laminierte Pappbände nach dem Vorbild der Sascha-Schneider-Ausgabe und fünf Einzelbände im klassischen grünen Einband nach Freiburger Vorbild. Gerade die Halblederbände und die grünen Einzelbände sehen einem Original zum Verwechseln ähnlich. Im Detail weichen sie aber ab; die Werbung, sie glichen dem Original bis in kleinste Einzelheiten, war übertrieben. Auch die nummerierte Halblederausgabe bleibt ein Nachdruck.

So erkennen Sie den Reprint: In der Titelei steht „Bamberg, Karl-May-Verlag“ mit einem Jahr zwischen 1982 und 1984, als Herausgeber ist Roland Schmid genannt, und im Band finden sich Anhänge und Nachworte zur Editionsgeschichte. Kein Original aus Freiburg enthält so etwas. Für Leser ist der Reprint eine schöne Möglichkeit, die frühen Texte zu lesen. Wir nehmen Reprints nicht an.

Sammler meinen mit „Erstausgabe“ den ersten Druck eines Titels als Buch, also die frühe Freiburger oder die frühe Union-Auflage. Weder diese Reprintreihe noch der Vermerk „Erstausgabe 1892″ im Impressum heutiger Bände macht aus einem Buch eine Karl-May-Erstausgabe.

Sonderfall Stuttgart: die Union-Ausgaben der Jugenderzählungen

Am 1. Juni 1889 entstand in Stuttgart die Union Deutsche Verlagsgesellschaft, ein Zusammenschluss der Verlage Wilhelm Spemann, Hermann Schönlein und Gebrüder Kröner. Spemann brachte die Rechte an Mays Jugenderzählungen mit, die zuerst in der Zeitschrift „Der Gute Kamerad“ erschienen waren. Daraus wurden bei der Union Buchausgaben: „Der Sohn des Bärenjägers“, „Der blaurote Methusalem“, „Die Sklavenkarawane“, „Der Schatz im Silbersee“, „Das Vermächtnis des Inka“, „Der Oelprinz“ und „Der schwarze Mustang“.

Wie klein diese Auflagen waren, zeigt der „Silbersee“. Die erste Buchausgabe erschien im Oktober 1894 mit Illustrationen von Ewald Thiel. Bis 1910 folgten nach Angaben der Karl-May-Gesellschaft sieben Auflagen mit zusammen 21.000 Exemplaren. Zum Vergleich: Der eine Bamberger Winnetou-Band von 1951 stammt aus dem 1474. Tausend.

Sie erkennen eine Union-Ausgabe am Titelblatt: „Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, Berlin, Leipzig“. Stuttgart heißt allerdings nicht automatisch früh. Als die Rechte an „Der schwarze Mustang“ 1913 an den Kreis um den Karl-May-Verlag übergingen, durfte die Union den Band laut Vertragsklausel weiter drucken. Dazu kommen spätere Buchgemeinschaftsausgaben mit Stuttgart als Ort. Deshalb prüfen wir Union-Bände einzeln, nach Auflage und Zustand.

Zustand und Vollständigkeit

Zustand zählt erst, wenn die Ausgabe stimmt. Einen Bamberger Band macht auch der beste Zustand nicht zum Sammlerstück. Bei einer echten Fehsenfeld-Ausgabe dagegen trennt der Zustand ein gutes von einem mittelmäßigen Exemplar.

Käufer schauen zuerst auf den Einband: Ist das Leinen berieben, sind die Ecken bestoßen, ist die Goldprägung noch kräftig? Dann auf das Deckelbild, das vorhanden und unbeschädigt sein sollte, und auf den Rücken. Innen zählen ein fester Buchblock, vollständige Seiten und möglichst wenige Stockflecken.

Stempel, Namenszüge und handschriftliche Widmungen von Eltern oder Großeltern sind Besitzvermerke: persönlich wertvoll, für den Handel eher ein Mangel. Anders liegt der Fall bei einer eigenhändigen Widmung Karl Mays; solche Bände prüfen wir einzeln. Ein ungewöhnlicher Privateinband ist bei Fehsenfeld kein Grund zur Sorge, denn die Bände gab es auch als Lieferungen zum Selberbinden. Und ein eingeschweißter Band ist kein Hinweis auf ein altes Sammlerstück: Folie verrät vor allem, dass das Buch aus einer Zeit stammt, in der Bücher eingeschweißt verkauft wurden.

Bei Reihen kommt die Vollständigkeit hinzu: Wie viele der 33 Freiburger Bände sind vorhanden, und stammen sie aus derselben Ausstattung? Trennen Sie eine Reihe nicht auf, bevor sie eingeschätzt ist. Reparieren, kleben oder reinigen Sie nichts. Ein Klebeband auf dem Rücken lässt sich nicht mehr rückgängig machen.

Warum Online-Preise in die Irre führen

Wer seine Bände im Internet sucht, findet für scheinbar gleiche Reihen sehr unterschiedliche Preise. Das sagt wenig, denn ein Angebotspreis ist das, was sich ein Verkäufer wünscht, nicht das, was ein Käufer zahlt. Aussagekräftig sind nur tatsächlich erzielte Preise für dieselbe Ausgabe im selben Zustand. Wie Sie den Wert alter Bücher systematisch ermitteln, zeigt unser Ratgeber Alte Bücher: Wert ermitteln.

Karl-May-Bücher verkaufen: Wohin mit welcher Ausgabe

Die ehrliche Antwort hängt an der Ausgabe. Ein Auktionshaus verdient an dem, was es versteigert. Eine Auktion lohnt sich deshalb nur für Bücher, die Sammler suchen, und aus demselben Grund sagen wir Ihnen, wenn Ihre Bände woanders besser aufgehoben sind.

Fehsenfeld-Ausgaben aus Freiburg gehören in die Auktion. Das gilt für grüne Bände, Lederausgaben, Bände mit Sascha-Schneider-Deckelbildern und die „Illustrierten Reiseerzählungen“. Schicken Sie uns Fotos von Titelblatt, Buchrücken und Deckelbild, wir schätzen ein, ob sich eine Auktion lohnt. Am einfachsten geht das über unser Formular zum Verkaufen.

Radebeuler Vorkriegsbände und Union-Ausgaben aus Stuttgart prüfen wir einzeln, weil ihr Wert von Auflage und Zustand abhängt. Auch hier genügen für den Anfang Fotos von Titelblatt, Rücken und Deckelbild.

Bamberger Nachkriegsbände, Reprints, Lizenz- und Buchclubausgaben nehmen wir nicht an. Für sie gibt es gute Wege: Kleinanzeigen, den Flohmarkt, den öffentlichen Bücherschrank oder eine Spende. Manche Leser suchen gezielt die Bände, die in ihrer Reihe fehlen. Nennen Sie in einer Anzeige deshalb Bandnummern und Titel und fotografieren Sie die Rücken nebeneinander. Vor einer Spende lohnt ein kurzer Anruf, ob die Einrichtung ältere Bücher überhaupt annimmt.

Stehen die Karl-May-Bände in einer Wohnung, die ohnehin aufgelöst wird, hilft unser Ratgeber Wer kauft Sachen aus einer Haushaltsauflösung? beim Sortieren. Ähnlich ist es bei alten Bibeln: Auch dort entscheidet die Ausgabe, nicht das Alter, wie unser Ratgeber zum Thema alte Bibel verkaufen zeigt. Welche alten Bücher Sammler generell suchen, lesen Sie unter antike Bücher verkaufen.

Häufige Fragen zu Karl-May-Büchern

Welche Karl-May-Bücher sind wertvoll?

Gesucht sind vor allem die frühen Ausgaben des Verlags Friedrich Ernst Fehsenfeld aus Freiburg im Breisgau: grüne Bände, Lederausgaben, Bände mit Deckelbildern von Sascha Schneider und die „Illustrierten Reiseerzählungen“. Bei Radebeuler Vorkriegsbänden und den Union-Ausgaben aus Stuttgart entscheiden Auflage und Zustand. Bamberger Nachkriegsbände wurden in sehr hohen Auflagen gedruckt und bringen wenig.

Was mache ich mit alten Karl-May-Büchern?

Bestimmen Sie zuerst die Ausgabe: Titelblatt aufschlagen, Verlagsort und Reihentitel lesen, nach Tausender-Angabe und ISBN schauen. Steht dort Freiburg, Stuttgart oder Radebeul, lohnt eine Einschätzung durch Fachleute. Bamberger Nachkriegsbände und Reprints finden über Kleinanzeigen, Flohmarkt, einen öffentlichen Bücherschrank oder eine Spende neue Leser.

Wo kann ich alte Karl-May-Bücher verkaufen?

Das hängt von der Ausgabe ab. Fehsenfeld-Ausgaben gehören in eine Auktion; Radebeuler Vorkriegsbände und Union-Ausgaben sollten einzeln geprüft werden. Senden Sie dafür Fotos von Titelblatt, Buchrücken und Deckelbild an von Brühl. Bamberger Nachkriegsbände, Reprints sowie Lizenz- und Buchclubausgaben verkaufen Sie am besten über Kleinanzeigen oder auf dem Flohmarkt.

Sind Karl-May-Bücher mit grünem Einband etwas wert?

Der grüne Einband allein sagt nichts über den Wert. Fehsenfeld führte den grün-goldenen Einband 1892 ein, und er hat sich seitdem kaum verändert. Ein grüner Band kann deshalb von 1895 oder von 1975 stammen. Entscheidend ist der Verlagsort auf dem Titelblatt: Freiburg im Breisgau steht für die gesuchten Originale, Bamberg für die Nachkriegsbände.

Woran erkenne ich eine Karl-May-Erstausgabe?

An Verlag, Ort und Reihentitel: Friedrich Ernst Fehsenfeld, Freiburg im Breisgau, „Gesammelte Reiseromane“ oder „Gesammelte Reiseerzählungen“. Eine niedrige Tausender-Angabe unter Freiburg deutet auf eine frühe Auflage. Vorsicht vor dem Reprint „Freiburger Erstausgaben“ von 1982 bis 1984: Er nennt in der Titelei Bamberg und Roland Schmid als Herausgeber. Auch der Vermerk „Erstausgabe“ im Impressum heutiger Bände beschreibt nur die Textgeschichte.

Sind Karl-May-Bücher von 1952 etwas wert?

Bände von 1952 sind Bamberger Nachkriegsbände, auch wenn auf ihnen „Karl-May-Bücherei“ oder ein anderer Bamberger Verlagsname steht. Sie wirken alt, wurden aber in sehr hohen Auflagen gedruckt; bei bekannten Titeln liegt die Tausender-Angabe schon damals über der Millionengrenze. Für Leser haben sie Wert, im Handel bringen sie wenig. Kleinanzeigen und Flohmarkt sind die passenden Wege.

Was sind alte Winnetou-Bücher von Karl May wert?

Das entscheidet der Verlagsort, nicht der Titel. Winnetou I bis III sind bei Fehsenfeld in Freiburg die Bände 7 bis 9; diese frühen Ausgaben sind gesucht. Bamberger Winnetou-Bände gehören dagegen zu den meistgedruckten Karl-May-Büchern überhaupt. Prüfen Sie deshalb auch bei Winnetou zuerst das Titelblatt, dann Tausender-Angabe und ISBN.

Welche alten Bücher sind viel Geld wert?

Das entscheiden Ausgabe, Auflage, Seltenheit und Zustand, nicht das Alter allein. Wie Sie das Schritt für Schritt prüfen, erklärt unser Ratgeber Alte Bücher: Wert ermitteln. Welche Bücher weltweit zu den teuersten gehören, zeigt unsere Übersicht der zehn teuersten Bücher der Welt.


Hinweis: Für förmliche Wertgutachten, etwa für Gerichte, Behörden oder Versicherungen, sind öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige zuständig. Sie finden sie im Sachverständigenverzeichnis der IHK.

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