In einem Stillleben werden tote oder regungslose Gegenstände dargestellt, wie Blumen, Früchte, tote Tiere oder Instrumente. Die Auswahl und Gruppierung erfolgt nach inhaltlichen, oft symbolischen und ästhetischen Aspekten. Als eigenständige Gattung entwickelte sie sich Ende des 16. Jahrhunderts, doch schon in der Antike findet man solche Darstellungen (Xenien). Es wird unterschieden nach den dargestellten Gegenständen. Die Übergänge zu den Bildgattungen Interieur, Tierstück oder Genre sind oft fließend.

Ein Stillleben ist meist wie ein Rätsel  zu entschlüsseln. Auf den ersten Blick scheint es sinnig, doch auf den zweiten erschließen sich Unmöglichkeiten, wie beispielsweise ein Blumenstrauß aus Blumen, die niemals zur gleichen Zeit blühen können. Stillleben sind meist mit einem tiefen Sinngehalt ausgestattet und fordern einen geschulten Blick. Nahezu jeder Gegenstand hat eine symbolische Bedeutung, die sich in einer Komposition zu einem neuen Sinngehalt verbinden. Eine beliebte Botschaft ist „memento mori“ („Gedenke deiner Sterblichkeit“) der Vanitas-Stillleben. Sie sind meist düster mit Totenschädeln oder verwelkenden Blumen.

Jan Davidsz de Heem, Stilleben mit Obst, Goldpokal und Nautilus-Muschel, 2. Hälfte 17. Jahrhundert

Jan Davidsz de Heem, Stilleben mit Obst, Goldpokal und Nautilus-Muschel, 2. Hälfte 17. Jahrhundert

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