Kleine Einführung in die Drucktechniken

Es gibt sehr viele Drucktechniken. Die fünf beliebtesten in der Bildenden Kunst werden kurz vorgestellt:

  • Serigraphie: Auch Siebdruck Beim Siebdruck wird die die Druckfarbe mit einer Gummirakel durch ein feinmaschiges Gewebe hindurch auf das zu bedruckende Material gedruckt. An den Stellen des Gewebes, die nicht bedruckt werden sollen, werden die Maschenöffnungen des Gewebes durch eine Schablone abgedeckt und so farbundurchlässig gemacht. Mit diesem Verfahren können verschiedene Materialien bedruckt werden, egal ob flach oder geformt. Der Siebdruck wird hauptsächlich im Bereich der Werbung und Beschriftung, im Textil- und Keramikdruck und für industrielle Anwendungen eingesetzt. Durch Andy Warhol wurde er auch in der Kunst beliebt.
  • Lithographie: Der Steindruck ist das älteste Flachdruckverfahren und gehörte im 19. Jahrhundert zu den am meisten angewendeten Drucktechniken für farbige Drucksachen.

Das zu druckende Motiv wird seitenverkehrt mit Fettkreide oder -tinte direkt auf eine glatt geschliffene Steinplatte gezeichnet. Diese wird anschließend mit Ätzflüssigkeit behandelt. An den Stellen, wo sich keine Zeichnung befindet, dringt die Flüssigkeit in die Poren des Steins ein. Beim späteren Aufwalzen bleibt die Farbe der Druckerschwärze nur an den gezeichneten Linien haften. Der restliche, mit Ätzflüssigkeit behandelte Bereich stößt sie jedoch ab. Anschließend wird der Stein mit einem speziell beschichteten Papier oder Karton bedeckt und durch hohen Pressdruck vom Stein auf das Papier übertragen. Für diesen Druckvorgang ist eine Steindruckpresse erforderlich.

  • Radierung: Sie sind meist monochrom, kommen aber auch farbig vor. Es handelt sich um ein Tiefdruckverfahren, bei dem in die glatte, ebene Oberfläche einer Druckplatte mit einer Radiernadel Verletzungen in Form von Punkten und Linien zugefügt werden. Dabei gibt es im Folgenden zwei Verfahren. Entweder wird die Zeichnung direkt auf der Platte mit einer harten Stahlnadel ausgeführt (Kaltnadelradierung) oder die Zeichnung wird auf eine zuvor aufgebrachte relativ weiche Abdeckschicht aufgebracht. Danach wird die Platte mit einer Ätzflüssigkeit geätzt, wobei nur die verletzten Stellen angegriffen werden (Ätzradierung). Nach dem Spülen der Platte wird die Deckschicht entfernt.
    Die entstandenen Vertiefungen können nun Druckfarbe aufnehmen. Nach Abwischen der Platte ist die Farbe nur noch in den Vertiefungen und kann so nun auf einen angefeuchteten Bildträger mit Hilfe einer Walzendruckpresse gedruckt werden.
  • Holzschnitt: Der Holzschnitt ist ein Hochdruckverfahren. Besonders im Buchdruck fand er oft Anwendung. Von einem glatt gehobeltes Holzbrett werden mit einem Schneidemesser die Teile, welche nicht gedruckt werden sollen, entfernt und die nun erhabenen Teile eingefärbt und abgedruckt. Der Abdruck erfolgt durch Handabreibung mittels eines Falzbeins oder durch eine Druckpresse.
  • Kupferstich: Auch Chalkographie genannt. Es handelt sich um ein Tiefdruckverfahren, bei dem das zu druckende Bild mit einem Grabstichel spanabhebend in eine Kupferplatte gekratzt wird. Die dabei entstandenen Linien nehmen die Farbe auf, welche mit einer Walzenpresse auf das Papier gedruckt wird.

 

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